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Leid – Warum lässt Gott das zu?

Angesichts der Bilder und Meldungen der schwer

«Warum das Leid? Diese uralte Frage stellt sich immer wieder neu. Katastrophen und Kriege, Trauer und Tränen, Kummer und Schmerzen, Elend und Not, Verzweiflung und Enttäuschungen: Die Frage nach dem Leid will nicht verstummen. Jeder ist betroffen. Auch Christen. Leid und Schmerz gehören zu den grundlegenden Erfahrungen des Lebens. Die Frage nach Gott in all dem Leid schreit zum Himmel: «Wie kann Gott das nur zulassen? Das soll ein Gott der Liebe sein? Das wühlt uns auf. Das geht an den Lebensnerv. Stehen wir mit unserer Frage im Dunkeln? Gibt es keine Antwort? Wenn es keine Antwort gäbe, dann hiesse das auch, dass es keinen Trost gäbe?» Das sind ein paar Sätze aus dem Vorwort des kleinen Buches mit dem Titel «Leid – Warum lässt Gott das zu?» Peter Hahne hilft dem Leser, die Frage nach dem Leid zu durchdenken. Er zeigt, wie Menschen damit fertig wurden, was sie tröstete und was ihnen Mut machte.» Angaben dazu unter «Literatur zum Thema» auf dieser Seite. Wo war Gott am Dienstag? Die Betroffenheit lässt uns handeln. In kurzer Zeit lesen wir von Hilfsaktionen: Schülerinnen und Schüler aus Brienz backen und sammeln Geld für Haiti. Spontan werden weltweit Benefizkonzerte und Sportanlässe zugunsten von Haiti organisiert. Siegergelder werden gespendet. Wir wollen etwas tun, nicht nur zuschauen. Denn all das Leid haben wir heute vor Augen, direkt in der Wohnstube, den ganzen Tag, vor dem Einschlafen, auch die Kinder. Wie sollen wir diese globale Bilderflut verarbeiten, oder lässt sie sich nur verdrängen? Gott kommt in mein Leid Es gibt viele Meinungen und Fragen und An-klagen an Gott und an Menschen, wenn sich Katastrophen ereignen. (Zu) schnell sollen die «Schuldigen» gefunden werden. Wo sonst soll ich meine Wut und Hilflosigkeit loswerden? Kriege, Verfolgung seit Menschengedenken, Folter von Auschwitz bis heute. Das kranke Kind der Freundin, der demenzkranke Vater, der arbeitslose Kollege, die Einsamen und Trauernden in unserer Nähe. Viele der direkt Betroffenen erzählen, wie Gott ihnen nahe war als Helfer und Tröster mitten im tiefsten Elend. Und wir stehen daneben und klagen Gott an – aus sicherer Distanz? Ich will Gott in mein Leid hineinlassen, ihm mein Leid klagen, meine quälenden Fragen stellen – aber ich will ihn nicht aussperren durch dauernde Anklage. Sonst bin ich trostlos allein in meinem Leid und das macht alles noch schrecklicher. Auch wenn ich nicht weiss (abgesehen von der geologisch unruhigen Zone), warum dieses Erdbeben in Haiti alles verwüstete, auch wenn ich nicht verstehe, warum wir als einzelne Menschen immer wieder mit Nöten konfrontiert werden, will ich an dem souveränen Gott festhalten, der mich in guten und schlechten Zeiten nie allein lässt. Ich kann nur antworten wie Petrus damals auf die Frage von Jesus, ob er auch weggehen wolle (Joh 6,68): «Herr, wohin sollen wir gehen, denn du hast Worte ewigen Lebens und wir haben dir geglaubt und erkannt, dass du der Heilige Gottes bist.» Helene Maurer>

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