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«Leder», aber Unterschrift ist Gold wert

volleyballKöniz beendet die Saison nach der Niederlage gegen Franches-Montagnes auf Platz vier. Teamleaderin Anika Schulz bleibt ein weiteres Jahr.

Es war ein bemerkenswertes Zeichen: Führungsspielerin Anika Schulz, eine Säule im Team von Volley Köniz, griff unmittelbar nach der verlorenen Best-of-3-Serie um den dritten Schlussrang gegen Franches-Montagnes zum Kugelschreiber und verlängerte ihren Vertrag um ein weiteres Jahr. Der Berner Vorortsklub feierte nach dem enttäuschenden 1:3 (20:25, 25:21, 25:27, 18:25) im kleinen Final wenigstens in der Personalplanung einen grossen Erfolg. Die 23-fache deutsche Nationalspielerin ist das Herzstück im Angriff des sechsfachen Champions. Auch am Samstag stemmte sich die 27-Jährige als einzige Könizerin gegen die Niederlage; Schulz zeichnete für hervorragende 23 Gewinnpunkte verantwortlich. Härter trainieren «Ich wollte mit meiner Unterschrift ein Zeichen setzen», sagt die EM-Bronzemedaillengewinnerin von 2003. Und aufrütteln. Schulz weiss nicht, ob Dirk Gross nächste Saison noch ihr Vorgesetzter ist. Sie hat die Spannungen zwischen Trainerstab und Vereinsführung jedoch mitbekommen und gibt zu, dass die Disharmonie nicht ganz spurlos an den Spielerinnen vorbeigegangen ist. Es sei aber keine Ausrede für das verlorene Bronzespiel, betont der Co-Captain. «Franches-Montagnes war eindeutig die bessere Equipe.» Sie wolle nach vorne schauen – und aus der Niederlage gegen die US-Selection aus dem Jura (sieben Amerikanerinnen) lernen. Schulz sagt Erstaunliches: «Qualität und Sicherheit kommen nicht von heute auf morgen. Diese Eigenschaften müssen in jedem einzelnen Training hart erarbeitet werden.» In den Übungseinheiten seien nicht alle an die Grenzen gegangen. Schulz hofft nun, dass die Führung einen «Kracher» im Aussenangriff holt, einen Haudrauf wie die Thailänderin Onuma Sittirak. «Ich würde mich freuen, wenn Antonina Poljakowa und ich im Angriff entlastet würden.» Schauss verlässt Köniz Auch Sarina Schafflützel verlängerte den Vertrag um zwei Jahre. Die 19-jährige Universalspielerin begründete ihren Entscheid mit den professionellen Trainingsbedingungen in Köniz und der Möglichkeit, im kommenden Challenge-Cup zu spielen. Captain Antonina Poljakowa sprach von einer «99-prozentigen Wahrscheinlichkeit», in Köniz zu bleiben. Ihren Abgang verkündet hat die 22-jährige Patricia Schauss. Die 1,88 Meter grosse Mittelblockerin verhandelt unter anderem mit Voléro Zürich, wo sie unter Nationaltrainerin Svetlana Ilic jene Fortschritte erzielen könnte, die nötig sind, um an den kontinentalen Titelkämpfen 2013 im eigenen Land teilzunehmen. Kein Thema mehr im Könizer Aussenangriff ist Aniara Muñoz. Die 31-jährige Kubanerin, Olympiadritte von Athen, verlängerte ihren Vertrag beim Ligakonkurrenten FKB Düdingen um weitere zwei Jahre. Gross wartet ab In seiner 15-jährigen NLA-Geschichte hat Köniz zum dritten Mal nach 1996/1997 und 1997/1998 (jeweils Platz 7) das Podest verpasst. Trainer Dirk Gross war die Enttäuschung nicht anzumerken. Er habe mit dem vierten Platz gerechnet. «Er spiegelt unsere schwankenden Leistungen wider», meinte der 46-jährige Deutsche nach seiner vierten Saison in Köniz. Um anzufügen: «Unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen haben mein Trainerstab und ich vernünftige Arbeit geleistet.» Ob er seinen bis Ende April 2012 laufenden Vertrag erfüllen wird, liess Gross offen. «Ich werde diese Woche mit der Führung zusammensitzen und das weitere Vorgehen besprechen.» Thomas WältiTelegramm/Statistik Seite 26>

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