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Leck in Fukushima entdeckt – zwei Leichen gefunden

Japan Eine Ursache für die zunehmende radioaktive

Erstmals ist an der Atomruine Fukushima ein Riss gefunden worden, aus dem hochradioaktives Wasser ins Meer sickert. Bis gestern Abend gelang es den Arbeitern aber nicht, das Leck zu versiegeln. Der 20 Zentimeter lange Spalt in einem Kabelschacht des Turbinengebäudes von Reaktor 2 war am Tag zuvor entdeckt worden. Zudem wurden auf dem AKW-Gelände am Wochenende die Leichen zweier Arbeiter gefunden. Die beiden Männer waren bei dem Tsunami vor über drei Wochen gestorben. Die Leichen der 24 und 21 Jahre alten Angestellten wurden Angehörigen übergeben. Die bei ihnen gemessene Strahlung sei unproblematisch, hiess es. Versuche, das Leck mit Beton und wasserabweisendem Kunststoff abzudichten, schlugen am Wochenende fehl. Der Betreiber Tepco bestätigte, dass Wasser mit einer Strahlung von mehr als 1000 Millisievert pro Stunde ins Meer geflossen sei. Zudem wurde radioaktives Jod-131 erstmals mit einer Strahlung doppelt so hoch wie der zulässige Grenzwert 40 Kilometer vom AKW entfernt im Meer nachgewiesen. Kritik wird lauter Unterdessen wird die Kritik gegen AKW-Betreiber und Politk immer lauter: Vor der Tepco-Zentrale demonstrierten Dutzende Bürger. Der Gouverneur der Präfektur Fukushima, in der das AKW steht, rügte die Informationspolitik der nationalen Atomaufsichtsbehörde. Die Angaben zur Radioaktivität landwirtschaftlicher Produkte aus der Region seien zu spät veröffentlicht worden, sagte Yuhei Sato nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo. Auch Ministerpräsident Naoto Kan geriet in die Kritik, weil er am Samstag zum ersten Mal seit der Naturkatastrophe ins Krisengebiet reiste. Dabei suchte er lediglich einen Ort auf und verbrachte nur gerade einmal 20 Minuten mit den Opfern. sda;Japan Dossier – Japan im Ausnahmezustand japan.bernerzeitung.ch>

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