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Lawine verschüttet Piste – viel Glück für Skifahrerin

HaslibergGestern ging

Die Gleitschneelawine löste sich um 11.05 Uhr am Ringtuure, oberhalb der rot deklarierten Skipiste Nummer 10. Die weissen Massen verschütteten diese Verbindungspiste zwischen Hochsträss und Mägisalp auf 1880 Metern über Meer und rissen eine Skifahrerin einige Meter mit. Sie blieb jedoch an der Oberfläche und konnte von ihrem Ehemann und anderen Wintersportlern unverletzt geborgen werden. Eine zweite Lawine Ein Grossaufgebot, bestehend aus einem Dutzend Angehöriger der SAC-Rettungsstation Oberhasli, drei Helikoptern, Kantonspolizei und Pistenpatrouilleuren, suchte den 50 Meter breiten Lawinenkegel mit vier Lawinensuchhunden und Lawinenverschüttetensuchgeräten genauestens ab. Pistenrettungschef Peter Michel war mit seinem Labrador-Rüden Lord ebenfalls als Hundeführer im Einsatz: «Weder Hunde noch Suchgeräte haben irgendwelche Verschütteten Personen angezeigt, sodass wir davon ausgehen können, dass sich niemand in den Massen befindet», stellte er fest und teilte damit die Meinung des Einsatzleiters und Chefs der SAC-Rettungsstation Oberhasli, Theo Maurer. Da der Hang auch nach dieser ersten Lawine weiterhin grosses Rutschpotenzial aufwies, ordnete Maurer den raschen Rückzug der Rettungseinheiten an. Und prompt ging kurz danach nur unweit oberhalb des bestehenden Lawinenkegels eine noch wesentlich grössere, über 150 Meter breite Gleitschneelawine los, wie Rettungschef Theo Maurer später berichtete. Durch diesen Rutsch wurde die Skipiste noch wesentlich breiter verschüttet. Zu diesem Zeitpunkt befand sich aber niemand mehr in der Nähe des Lawinenhangs – die betroffene Skipiste vom Hochsträss hinunter war längst gesperrt. Die Sesselbahn Glogghüs war wegen zunehmender Lawinengefahr aufgrund der Nachmittagswärme eingestellt worden. Gestern Nachmittag versuchten Pistenpatrouilleure mit gezielten Lawinenauslösungen im oberen Bereich des Ringtuure den Lawinenhang zu entspannen, damit die verschüttete Skipiste bald wieder freigegeben werden kann. Pistenrettungschef Peter Michel glaubt jedoch nicht daran, dass dies bis zum Wochenende möglich sein wird: «Wir erwarten jetzt noch weiteren Neuschnee, womit sich die Situation wieder zuspitzen wird.» Wie konnte das passieren? Hans Beeri, Direktor der Bergbahnen Meiringen-Hasliberg (BMH), erklärt, wie es trotz Vorkehrung und allen möglichen Sicherheitsmassnahmen zur Verschüttung einer Skipiste kommen kann: «Wir haben in diesem Winter eine besondere Situation mit bis zu vier Metern Schnee – das ist wesentlich mehr als in anderen Jahren. Dazu herrschen momentan vor allem tagsüber sehr milde Temperaturen.» Gefährdete Skipisten würden zeitweise gesperrt. «Trotzdem ereignete sich jetzt dieser Lawinenabgang über die Skipiste. Wir sind hier draussen in der Natur, wo sich nicht immer alles genau berechnen lässt», gibt Beeri zu bedenken. Und: «Wir sind sehr froh, dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind.» Bruno Petroni>

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