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«Läuse – kein Zeichen von Schmutz»

Die Läuse sind wieder da: Dutzende Kinder sind befallen. «Laustante» Gisela Del Negro zur Lage an den Schulen.

Frau Del Negro, in verschiedenen Gemeinden grassiert wieder die Lausplage. Werden unsere Kinder immer schmutziger? Gisela Del Negro: Nein, überhaupt nicht! Läuse haben nichts mit der Hygiene zu tun. Mit was dann? Mit der Mobilität, dem Reisen. Eine Rolle spielt sicher auch der Hang unter den heutigen Jungen zum Tauschen von Kleidungsstücken. Generell gilt: Je enger der Körperkontakt, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass Läuse übertragen werden. Dann sind jüngere Schüler mehr gefährdet, Läuse «aufzulesen»? Ja, das kann man so sagen. Die haben ein noch ungezwungeneres Verhältnis zueinander und stecken oft die Köpfe zusammen. Läuse springen einen also nicht an? Nein (lacht): Die wandern. Deshalb ist es wichtig, dass in betroffenen Klassen die Kinder keine Haarbürsten oder Mützen tauschen und auch keinen allzu engen Körperkontakt haben. Angenommen, in einer Klasse gibts Schulkinder mit Läusen. Was tun Sie? Ich erkläre ihnen, was sie haben, und gebe ihnen Merkblätter für die Eltern mit. Dort steht in verschiedenen Sprachen, was genau zu tun ist und welche medizinischen Shampoos verwendet werden müssen. Es ist nämlich sehr wichtig, dass Läuse nicht verharmlost, sondern konsequent bekämpft werden. Nach drei bis vier Wochen mache ich dann eine Nachkontrolle. Ein grosser «Zirkus» um ein paar Winzlinge. Sind Läuse eigentlich gesundheitsschädigend? Nein, aber äusserst lästig. Interview: saeGisela Del Negro (48), ausgebildete medizinische Praxisassistentin, ist seit 1999 Laustante in Herzogenbuchsee. >

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