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Kunst im Keller oder im Dach?

Auf oder unter dem Progr: Das Kunstmuseum Bern sucht nach Ausstellungsräumen für die Gegenwartssammlung.

Seit das Anbauprojekt des Kunstmuseums Bern geplatzt ist, suchen der Stiftungsrat und die Museumsleitung nach alternativen Ausstellungsräumen für die Sammlung Gegenwartskunst. Obwohl das Museum nach eigenen Angaben verschiedene Varianten abklärt, zeichnet sich eine Lösung im Atelierhaus Progr ab. Wie diese Zeitung aus gut unterrichteten Quellen erfahren hat, wird abgeklärt, ob ein unterirdischer Ausstellungsraum unterhalb des Progr-Innenhofs realisierbar wäre. Weiter ist eine Lösung im Museum selbst im Gespräch. Um dort jedoch neue Ausstellungsfläche zu gewinnen, müsste das Institut für Kunstgeschichte und – je nach Variante – auch das Kino Kunstmuseum weichen. Einen kühneren Vorschlag hat der Berner Architekt und Bildhauer Thomas Hostettler. Er möchte das Dach durch einen Oberlichtsaal ersetzen. Hostettler hat seinen Vorschlag dem Museum unterbreitet, jedoch noch keine Antwort erhalten. Die Frage, ob ein Bau unter oder auf dem denkmalgeschützten Progr möglich wäre, kann die städtische Denkmalpflege noch nicht beantworten. Noch sind die Varianten zu wenig ausgearbeitet. Zwar seien etwa unterirdische Bauten aus statischen Gründen oftmals kompliziert, aber nicht unmöglich. Und auch die Möglichkeit eines Oberlichtsaals ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen: «Solche Vorschläge müssen aber in jedem Fall im Rahmen eines Architekturwettbewerbs entwickelt und von einer Fachjury geprüft werden», sagt der städtische Denkmalpfleger Jean-Daniel Gross. Das Kunstmuseum äussert sich momentan nicht. Die Leitung wird im Frühsommer informieren, wie es mit der Sammlung Gegenwart weitergeht. Klar scheint, dass keine der vom Museum favorisierten Varianten den Kostenrahmen der Stiftung Gegenwart sprengen würde. Noch immer stehen dem Museum mit Mäzen Hansjörg Wyss’ Stiftung 20 Millionen Franken für die Abteilung Gegenwart zur Verfügung – rund die Hälfte davon für Ausstellungsfläche. stc >

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