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Kritisch, aber nicht ablehnend

thunDer Schwäbis-Leist will in Zukunft regelmässig Betriebsbesichtigungen durchführen. Dem Bypass Thun Nord gegenüber sind die Leistler kritisch, aber nicht ablehnend eingestellt.

Rund 35 Mitglieder fanden sich am Freitagabend zur 105. Hauptversammlung des Schwäbis-Leists im Personalrestaurant Cremo in Steffisburg ein. Präsident Bernhard Pulfer blickte auf ein eher ruhiges Vereinsjahr zurück in dem aber die traditionellen Anlässe des Vereins, nämlich das Sommerfest und der «Gänggeli-Märit» für die Kinder, erfolgreich durchgeführt wurden. Äusserst lehrreich und unterhaltsam sei die Führung von Thun Tourismus durch das «Chäpsli-Areal» gewesen, so Pulfer. «Ich freue mich sehr, dass der Anlass auf reges Interesse gestossen ist.» Man werde deshalb in Zukunft regelmässig historische Führungen und Betriebsbesichtigungen organisieren. Nächstes Jahr wird der Verein die zur Grosswäscherei Reinhard gehörende Intersteri AG, welche sich auf die Reinigung von Reinraumkleidung spezialisiert hat, besuchen. Auch der Gänggeli-Märit und das Sommerfest werden 2011 wieder stattfinden, letzteres zum dritten Mal bei der Kirche. Dieser neue Standort habe sich sehr bewährt, erklärt Pulfer. Der Jahresbericht des Präsidenten sowie die Jahresrechnung 2010 und das Budget 2011 wurden von der Versammlung ohne Gegenstimme angenommen. Auch einstimmig wurden der Vorstand und die Revisoren wiedergewählt. Schneeberger nahm Stellung Im Vorfeld der HV hatten einige Mitglieder Anträge an den Vorstand gestellt. Gemeinderat Stefan Schneeberger (FDP) gab Auskunft zu den verschiedenen Belangen. Er versprach zum Beispiel, dass der Gemeinderat mit der BLS Kontakt aufnehmen werde wegen der tiefen Perrons des Bahnhofs Schwäbis. Ein Leist-Mitglied hatte darauf hingewiesen, dass das Ein- und Aussteigen besonders für ältere Personen mühsam und gefährlich sei. Zu zwei die Verkehrssicherheit an der Schlossstrasse betreffende Anträge sagte Schneeberger, man werde im Rahmen der Gesamtsanierung dieser Strasse 2013 zufriedenstellende Massnahmen ergreifen. Schliesslich orientierte Schneeberger über ein Integrationsprojekt der Gemeinde Steffisburg, welches nicht nur auf Migranten sondern auch auf oft am Rande der Gesellschaft stehende Schweizer wie Alleinerziehende ausgerichtet ist. Ausserdem informierte er über den ESP (Entwicklungsschwerpunkt) Bahnhof Steffisburg und dessen geplanten Ausbau. Bypass war ein Thema Anschliessend an die HV standen Kreisoberingenieur Markus Wyss und Projektleiter Stefan Schöni den Leistlern Rede und Antwort zum Bypass Thun Nord. Diese zeigten sich dem Bypass gegenüber eine kritische, aber nicht grundsätzlich ablehnende Haltung. Ihre Fragen waren eher punktuell. Besonders interessierte, wie lange die dank des Bypasses erreichte Verkehrsentlastung anhalten werde. Darauf antwortete Wyss, dass der Bypass zu Beginn sicher eine starke Entschärfung bringen werde. «Solange der Verkehr jedoch stetig zunimmt, wird er langfristig nicht alle Probleme lösen können», räumte er ein. Miriam Schild>

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