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Konsumentenschutz setzt sich für Zugbegleiter ein

SBBAb dem kommenden Sonntag fahren die Züge Bern–Biel und Bern–Burgdorf–Olten ohne Zugbegleiter. Das stört die Stiftung für Konsumentenschutz.

Auf den Fahrplanwechsel vom kommenden Sonntag stufen die SBB die zwei Interregiozüge Bern–Biel und Bern–Burgdorf–Olten auf Regioexpresszüge herunter. Das hat für die Kunden der SBB auf diesen Strecken einen grossen Nachteil. Die Herabstufung bedeutet, dass ab Sonntag auf den genannten Strecken keine klassischen Kondukteure mehr im Zug anwesend sein werden (wir berichteten). Die Billette werden also nicht mehr kontrolliert, und ein Klassenwechsel ist auf der Fahrt nicht mehr möglich. Bis Ende 2013 die neuen Doppelstockwagen eingeführt werden, fährt aber auf den beiden betroffenen Strecken noch Zugpersonal mit. Dieses wird laut SBB nur noch «zu betrieblichen» Zwecken eingesetzt – also um die Züge abzufertigen und die Bremsen zu kontrollieren. Mit der Einführung der neuen Züge würden diese Aufgaben aber obsolet. In den nächsten Jahren werden weitere Strecken in der Schweiz mit Regioexpresszügen bedient. An diesen Änderungen hat die Stiftung für Konsumentenschutz keine Freude: «Das ist eine falsche Sparmassnahme», findet Sara Stalder, Geschäftsführerin von der Stiftung für Konsumentenschutz, in ihrem Blog und fordert von den SBB in einem Brief, dass sie auf diesen Entscheid zurückkommen: Sicherheit, Sauberkeit und Service seien für die Benutzer des öffentlichen Verkehrs zentral. «Wir nehmen das Anliegen von Frau Stalder zur Kenntnis», sagt SBB-Sprecher Christian Ginsig. Dass die SBB auf den Entscheid zurückkommen werden, ist aber nicht wahrscheinlich. Denn bei den SBB ist es vor allem ein finanzieller Aspekt. «Wenn wir weiterhin auf jedem Zug einen Zugbegleiter hätten, müssten wir die Billettpreise noch stärker erhöhen.» Bei den SBB überlege man sich genau, auf welchen Strecken die Zugbegleiter weggelassen werden könnten. nb>

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