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Kollektiver Könizer Einbruch

Die Könizer Volleyballerinnen haben erstmals in dieser Saison ihren Meister gefunden: Erzrivale Voléro Zürich gewann 3:1.

Volley Köniz konnte den Schwung vom Tirana-Spiel gegen Voléro Zürich nur im ersten Satz mitnehmen. In einer lange Zeit hartumkämpften Partie feierte das neu formierte Zürcher Ensemble beim 3:1 (15:25, 27:25, 25:17, 25:18) ein gelungenes Comeback. Im ersten Durchgang musste Voléro noch unten durch. Der Schweizer Champion legte mit starkem Servicespiel von Diva Boketsu die Basis zum überzeugenden 25:15. Die Bernerinnen führten das junge Zürcher Ensemble teilweise vor. In der Folge baute die Equipe von Dirk Gross ab und hielt sich nicht mehr an die taktischen Vorgaben des Trainers. War der zweite Durchgang noch ausgeglichen, brachen die Könizerinnen gegen Schluss regelrecht ein. Was zu denken geben muss: Im vierten Satz kassierte Volley Köniz nach einer 11:8-Führung eine 0:8-Punkte-Serie; Voléro liess nach dem 16:11 nichts mehr anbrennen und schaukelte den Vorsprung sicher über die Distanz. Am Sonntag gibt Mittelblockerin Angie Bland im Derby gegen den VBC Biel ihre Abschiedsvorstellung im Dress von Volley Köniz. Mehr als einen Monat konnte sich der finanziell angeschlagene Berner Vorortsklub die belgische Nationalspielerin nicht leisten. Die Messlatte für ihre Nachfolgerin, Beth Ann Karpiak, liegt ordentlich hoch – Bland sorgte im Könizer Abwehrdispositiv für manch gelungenen Block. Trainingslager in Russland Im Hinblick auf den Sechzehntelfinal im europäischen CEV-Cup Anfang Dezember gegen den polnischen Vertreter Pila überlässt Voléro Zürich nichts dem Zufall. Der vierfache Schweizer Meister nutzt die guten Kontakte von Stav Jacobi, Verwaltungsratspräsident der Voléro AG und gebürtiger Moskauer, zur russischen Volleyballszene und reist nächste Woche ein erstes Mal für ein paar Tage ins Land des Weltmeisters. Später sollen weitere Trainingspartien folgen, das Zürcher Ensemble wird bloss für die Ligaspiele in die Schweiz reisen. «In Russland werden wir einige Testspiele gegen starke Partnerklubs bestreiten. Wir müssen den Rhythmus erhöhen und uns schneller bewegen, damit uns die schnelleren Ballwechsel nicht überfordern», sagt Jacobi. «Nur so können wir gegen europäische Spitzenklubs mithalten.» Meisterschaftsspiele gegen wenig kompetitive Teams wie Bellinzona, Toggenburg und Cheseaux würden Voléro international nicht weiterbringen. Thomas Wälti>

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