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Kleine Forscher und grosse Experimente im Schulhaus

Zweihundert Experimente standen den Schulkindern von Seeberg in ihrer Projektwoche zur Verfügung. Mit der «Forscherkiste» des Lehrerverbandes tauchten sie ein in die Welt der Naturwissenschaften und des Abenteuers.

Lässig sitzt Sascha in einem Bootmannstuhl und zieht sich im Treppenhaus des Schulhauses Grasswil mithilfe eines Flaschenzugs in die Höhe. Dank drei fester und drei beweglicher Rollen gelingt es dem Zweitklässler mit Leichtigkeit, bis an die Decke des ersten Stockes hinaufzugelangen. Nun steigt auch die Drittklässlerin Lara, die ihn zuvor gesichert hat, in die spezielle Hose – und Sascha übernimmt die Sicherung. Lernen als Erlebnis Was auf den ersten Blick nach einem abenteuerlichen Pausenspiel aussieht, ist in dieser Woche Bestandteil des Lehrplans an der Schule Seeberg. «Unsere Schule ist ein Ort des Lernens und des Lehrens», erklärt Lehrerin Madelaine Steuri das Thema der diesjährigen Projektwoche. Die Leitideen der Schule Seeberg sollen gelebt und erlebt werden. Gelernt wird deshalb eine Woche lang mit Experimenten aus der «Forscherkiste» des Berner Lehrerverbandes. Nachdem Sascha und Lara wieder festen Boden unter den Füssen haben, schildern sie der Lehrerin ihre Erfahrungen. «Ich habe etwa gleich viel Kraft gebraucht wie an der Kletterstange», sagt Sascha, «und glaube, dass es etwas mit den Rollen zu tun hat.» Lara findet, dass sie weniger Kraft gebraucht habe als beim Klettern an der Stange. «Denn hier konnte ich sitzen und musste nicht das ganze Körpergewicht hinaufziehen.» Die Lehrerin nimmt die Erklärungen erst einmal kommentarlos entgegen. Kiste als Lehrbuch Wie Sascha und Lara arbeiten diese Woche alle Kinder der Schule Seeberg im Rahmen des doch besonderen Projekts. Während mehrerer Lektionen stellen die Schülerinnen und Schüler im Turnus und zum Teil klassenübergreifend Experimente an. In einem Autoanhänger – der «Forscherkiste» – steht Material für zweihundert naturwissenschaftliche Versuche bereit. Die Kinder experimentieren weitgehend selbstständig. Erst im Verlauf der Woche werden ihnen die verschiedenen Phänomene dann auch ausführlich erläutert. In der Projektwoche sollen die Schulkinder einerseits individuell gefördert und gefordert, andererseits aber auch gut und lehrreich unterrichtet werden, erklärt Schulleiterin Monika Niklaus. Unterstufenlehrerin Manuela Küttel jedenfalls zeigt sich mit dem Lernangebot der «Forscherkiste» zufrieden. «Die Kinder sind interessiert», sagt sie, «wenn oft auch noch etwas ungeduldig.» Hans Käser >

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