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Kleine Differenz, grosse Wirkung

Floorball KönizDie Vorstädter unterliegen im Viertelfinal Alligator Malans mit 1:4 Siegen. Als die Bündner die

Der Schein trügt. Zwischen Alligator Malans und Floorball Köniz war die Differenz geringer, als es das Ergebnis von 4:1 Siegen zugunsten der Bündner vermuten lässt. Die Unterschiede traten vornehmlich in den entscheidenden Phasen zu Tage – auch in der fünften und letzten Viertelfinalpartie vom Sonntag in der Lerbermatt. Während die Unihockeyaner aus dem Bündnerland fünf Minuten vor Schluss bei ausgeglichenem Spielstand einen Gang höher schalteten, die Verteidiger der Vorstädter dank reichlich Laufarbeit nahezu permanent unter Druck setzten und die schnellen Gegenstösse von der Auslösung bis zum Abschluss mit beeindruckender Präzision vortrugen, kamen die Könizer meistens einen Schritt zu spät. 4:8 lautete das Verdikt aus der Sicht der Einheimischen, bei den letzten zwei Gegentreffern hatten sie mit sechs Feldspielern agiert. Nicht zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte machte es den Anschein, als wäre ihnen der Schneid abgekauft worden. Körperliche Nachteile Der Schein hatte bereits im Vorfeld des Vergleichs getrogen. Malans, nach 22 Partien lediglich die Nummer 7, war in der Qualifikation zuweilen unter Wert aufgetreten und daher nur auf dem Papier Aussenseiter. Verfügen die Berner über ein halbes Dutzend ausserordentlich begabter Akteure, überzeugten die Bündner als breit abgestütztes Kollektiv mit physischer Präsenz und kleinem Gefälle. Köniz’ Trainer Christian Wahli vereinte seine kreativsten Kräfte, was am Samstag zu einem knappen Sieg führte. Agiert die Paradelinie wie am Sonntag nur mit durchschnittlicher Effizienz, lässt sich ein Gegner wie Malans kaum in Bedrängnis bringen, ging doch von den restlichen Formationen selten Torgefahr aus. Wahli ist ein ruhiger Zeitgenosse, extreme Gefühlsregungen lassen sich in seinem Fall kaum beobachten. In diesem Kontext will es etwas heissen, wenn der 35-Jährige verlauten lässt, er sei schon enttäuscht, habe sich in seiner ersten Saison als Cheftrainer auf höchster Ebene mehr erhofft. Noch ist ungewiss, ob er eine zweite anhängen wird. Laut Sportchef Heinz Zaugg sähe es der Klub gerne, würde Wahli das Team weiterhin betreuen. Der Erwünschte will nichts überstürzen, das Geschehen zuerst analysieren; er lässt jedoch durchblicken, dass er zu einer Fortführung seiner Tätigkeit tendiere. Handlungsbedarf vorhanden Zaugg hält fest, der Verein müsse «etwas ändern», sei er nun doch dreimal in Folge in den Viertelfinals gescheitert. Der Sportchef wünscht sich «mehr dreckige Tore», hat registriert, dass diese in der Regel von einem bestimmten Spielertyp erzielt werden und sich die Akteure mit den entsprechenden Qualitäten im Kader der Könizer an einer Hand abzählen lassen. Die Baustellen sind erkannt, ein wenig Handlungsspielraum scheint vorhanden. In diesem Fall trügt der Schein sicherlich nicht. Micha Jegge>

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