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Keine Waffe für den Mann vom Sicherheitsdienst

GerichtUm sich vor aggressiven Leuten zu schützen, wollte ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma eine Waffe tragen. Das Verwaltungsgericht sagt jedoch Nein.

Ein Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma reichte bei der Gemeinde Spiez ein Gesuch um Erteilung einer Waffentragbewilligung ein. «Die Waffe brauche ich zur Abwehr bei der Ausübung meines Berufs», begründete er. Zudem brauche er die Bewilligung, um den eidgenössischen Fachausweis für Personen- und Objektschutz zu erlangen. Die Gemeinde gab eine positive Empfehlung ab. Anders die Kantonspolizei Bern, deren Zustimmung für die Erteilung der Bewilligung aber notwendig wäre. Weil die Kapo das Gesuch abwies, gelangte der Mitarbeiter an die kantonale Polizei- und Militärdirektion und nun ans Verwaltungsgericht des Kantons Bern. In seinem gestern publizierten Entscheid erklärten die Verwaltungsrichter, warum auch sie die Beschwerde des Sicherheitsfirma-Mitarbeiters abweisen: «Um die missbräuchliche Verwendung von Waffen zu bekämpfen, ist der Erwerb, Besitz und das Tragen von Waffen gesetzlich geregelt.» Und dieses Gesetz verlange unter anderem, dass eine Person, die an öffentlich zugänglichen Orten eine Waffe tragen will, glaubhaft machen kann, dass sie die Waffe benötigt, um sich selbst oder andere vor einer tatsächlichen Gefährdung zu schützen. Ebendies habe der Beschwerdeführer nicht gekonnt. Der Beschwerdeführer hingegen war der Meinung, dass aufgrund seines Berufes eine tatsächliche Gefährdung bestehe. «Je nach Örtlichkeit sehe ich mich täglich zwei oder mehr sich aggressiv gebärdenden Personen gegenüber, die mir zahlenmässig und körperlich überlegen sind», führte er aus. Bei einer Konfrontation ohne Waffen würde er den Kürzeren ziehen. «Damit macht er zwar geltend, dass er bei der Ausübung seines Berufs auf aggressive Personen trifft. Allerdings unterliess er es, konkrete Gefährdungsmomente aufzuzeigen», hielt das Gericht dagegen. Insgesamt gelang es dem Mann nicht, die Richter davon zu überzeugen, dass er mit Blick auf seine berufliche Tätigkeit einem speziellen Risiko – wie vom Gesetz verlangt – ausgesetzt ist. Die Tatsache, dass die Sicherheitsfirma für ihren Mitarbeiter keine Waffentragbewilligung organisiert hat, werteten die Richter zumindest als Indiz dafür, dass eine solche auch gar nicht nötig sei. Nora Scheidegger>

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