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Keine Fusion mit Saanen – dafür aber tiefere Steuern

GsteigDie Bevölkerung hat an der Gemeindeversammlung entschieden, dass Gsteig eigenständig bleiben und nicht mit Saanen fusionieren will. Der Voranschlag 2011 sah einen Ertragsüberschuss vor. Weil die Versammlung gegen den Antrag des Gemeinderates die Steueranlage senkte, dürfte ein Aufwandüberschuss entstehen.

Der Voranschlag 2011 der Gemeinde Gsteig wies bei Aufwendungen von 3974138 Franken und Erträgen von 4024803 Franken einen Ertragsüberschuss von 50665 Franken auf. Doch diese Zahlen sind Geschichte: Der Antrag eines Bürgers für eine Steuersenkung um einen Zehntel auf 1,6 Einheiten wurde von der Gemeindeversammlung deutlich angenommen. Dadurch werden rund 115000 Franken weniger Steuern eingenommen. Abgesehen von der Steueranlage blieb der Voranschlag unbestritten. Fusionsabklärungen erledigt An der Gemeindeversammlung vom Dezember 2008 wurde ein Antrag als erheblich erklärt, der Fusionsabklärungen mit der Gemeinde Saanen verlangte. Der dafür gebildete Ausschuss hatte eine schwierige Aufgabe zu bewältigen und war verwirrt, da nicht ganz ersichtlich wurde, was die Beweggründe für den Auftrag waren. Denn die gleiche Versammlung sprach sich mit einer klaren Mehrheit für den Erhalt beider Schulhäuser Gsteig und Feutersoey aus; also gegen eine Zusammenlegung. Andere interne Zusammenschlüsse wurden ebenfalls seither abgelehnt. Ungeachtet dessen wurden verschiedenste Grundlagen und Informationen beschafft. Dass die Broschüre, in welcher die Ergebnisse festgehalten wurden, wesentlich mehr Argumente gegen eine Fusion enthielt, wurde an der Versammlung kritisiert. Dem Gemeinderat wurde vorgeworfen, er habe einseitig recherchiert und zu wenig Befürworter eines Zusammenschlusses berücksichtigt. In der Diskussion wurden auch die finanziellen Vorteile der vermögenden Nachbargemeinde mehrmals hervorgehoben: Mit einem Zusammenschluss würde die Steuerrechnung jedes einzelnen Gsteigers um drei Steuerzehntel tiefer ausfallen. Dieser Verlockung stand aber der Verlust der Eigenständigkeit gegenüber. Negative Auswirkungen wurden auch für die gut funktionierenden Schulen Gsteig und Feutersoey befürchtet. Sehr deutlich wurde schliesslich der Antrag des Gemeinderates beschlossen: Das heisst, der Kredit für die weitere Grundlagenbeschaffung wurde nicht bewilligt, und somit gilt der Auftrag an den Gemeinderat für Fusionsabklärungen mit Saanen als erledigt. Probleme beim Bergcamping Der Vorsitzende informierte unter «Verschiedenes» über die eingeleiteten Schritte gegen die Platzhalter auf dem Bergcamping Heiti in Gsteig. Diese halten trotz mehrerer Gespräche und Aufforderungen verschiedene Bestimmungen des Camping-Reglementes nicht ein. Ungereimtheiten zwischen Platzhalter und den Mobilheimbesitzern sind der Hauptgrund für eine allgemein schlechte Stimmung auf dem Campingplatz. Diesen Zustand will eine deutliche Mehrheit der Versammlungsteilnehmer nicht länger dulden und erklärte einen Antrag als erheblich, welcher den Gemeinderat beauftragt, alle notwendigen Schritte zur Verbesserung der Situation zu unternehmen, bis zu einer allfälligen Kündigung. Der Gemeinderat nahm auch die Anregung eines Bürgers entgegen, eine Zustandsanalyse über sämtliche Gemeindeliegenschaften auszuarbeiten. Anhand derselben soll zwecks besserer Investitionsplanung eine Prioritätenliste über zu behebende Mängel erstellt werden.pd/lk>

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