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Kassenhit kämpft gegen Kunstkino

filmpreis«Sennentuntschi» gegen «La petite chambre»: Der 14.Schweizer Filmpreis verspricht eine

Kulturminister Didier Burkhalter hat seinen persönlichen Favoriten bereits gekürt: Er heisst «La petite chambre» von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond und ist ein ergreifendes Drama um eine junge Krankenpflegerin, die im Zimmer ihres verstorbenen Kindes einen bärbeissigen Senior einquartiert. Wenn das Erstlingsdrama des Westschweizer Regietandems das Rennen um den 14.Schweizer Filmpreis für sich entscheiden sollte, würde die Tradition der letzten Jahre weitergeführt. Diese Tradition besagt: Deutschschweizer Publikumshit (diesmal Michael Steiners «Sennentuntschi») unterliegt Westschweizer Kunstkino. Ganz so klar präsentiert sich die Ausgangslage diesmal aber nicht. «Sennentuntschi» war mit 140000 Zuschauern zwar klarer Boxoffice-Spitzenreiter des vergangenen Jahres. Doch «La petite chambre» erreichte mit 40000 Zuschauern in der Westschweiz (Deutschschweizer Kinostart: 24.März) ebenfalls ein stolzes Ergebnis. Chancen auf den Filmpreis haben zudem drei Aussenseiter: Mike Schaerers «Stationspiraten», Silvio Soldinis «Cosa voglio di più» und vor allem Peter Luisis schräge Komödie «Der Sandmann». Sabine Timoteo zum Dritten? Zwei Berner Filmschaffende dürfen an der zum dritten Mal im KKL Luzern durchgeführten Gala ebenfalls auf eine Auszeichnung hoffen: Sabine Timoteo, die bereits 2001 und 2008 den Schweizer Filmpreis gewann, ist als verschupfte Behinderte in der Camping-Lovestory «Sommervögel» die grosse Favoritin. Und bei den Dokumentarfilmen hat das Berner Schrebergartenpanorama «Unser Garten Eden» von Mano Khalil gute Chancen. Allerdings: Auch da gibts Konkurrenz aus der Westschweiz: «Cleveland vs. Wall Street» von Jean-Stéphane Bron war mit 30000 Zuschauern der erfolgreichste Schweizer Dokufilm 2010. Bron hatte 2004 mit «Mais im Bundeshuus» letztmals den Preis für den besten Dokumentarfilm in die Westschweiz geholt. Ob ihm dieses Kunststück ein zweites Mal gelingt? Hans Jürg Zinsli Schweizer Filmpreis: am Samstag, 12.März. «Die lange Nacht des Schweizer Films», auf SF2, ab 20 Uhr. >

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