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Karpfen, Enten und nun auch Goldfische

LiebefeldDas Fischproblem im Teich des Liebefeld-Parks ist alles andere als gelöst.

Die Karpfen sind tüchtig gewachsen. Und sie haben erneut Junge bekommen. So tummeln sich immer mehr Fische im Teich des Liebefeld-Parks. Wer am Teichrand sitzt, stellt das von blossem Auge unweigerlich fest. Seit kurzem schwimmen im Teich auch Goldfische. Vor drei Wochen hat Ueli Zingg sie zum ersten Mal gesehen. Sicher sechs Stück, wie der Parkverantwortliche der Gemeinde erklärt. Jemand habe die Fische ausgesetzt. «Das zeigt einmal mehr, wie fahrlässig Leute teils mit ihren Tieren umgehen.» Zingg ist überzeugt: «Wir werden die Goldfische nicht mehr los.» Räuber fressen zu wenig Mit zwei ausgesetzten Karpfen hat vor zwei Jahren das ganze Malheur im Teich begonnen, der gar nie ein Fischteich werden sollte. Letzten Spätherbst setzte die Gemeinde dann Hechte und Egli aus, um den Karpfenbestand zu dezimieren. Auch Rotaugen und Rotfedern, die vor allem Kleingetier fressen, kamen dazu. Sukzessive wurde seither die Zahl der Raubfische erhöht. Drei Hechte, sechs Egli und etwa zehn Alet-Fische sind es jetzt. Auch ein Fischreiher verköstigt sich regelmässig im Park. «Das alles wirkt erst bescheiden», räumt Zingg ein. «Es hat sehr viele Fische im Teich. Es müssen weniger werden, das ist klar.» Zumindest tote Fische habe es bisher nicht gegeben. Das ist schon mal ein gutes Zeichen. Doch zeigen Algen und Blasen auf der Wasseroberfläche auch, dass es mit der Qualität des Teichwassers nicht zum Besten steht. «Das ist zurzeit vor allem ein ästhetisches Problem», sagt Zingg. Biologisch habe er bis jetzt nichts Dramatisches festgestellt. Nun überlegt die Gemeinde mit Fachleuten erneut, was sie tun könnte. Noch mehr Räuber auszusetzen, ist eine Variante. Auch ein Aktionstag zum Fischen ist allenfalls für 2012 ein Thema. Fischen bleibt verboten Fischen generell bleibt aber verboten. Es sei zu gefährlich, inmitten von Leuten mit Haken und Ruten zu hantieren, begründet dies Zingg. Zudem brächte die Fischerei viel administrativen Aufwand für Bewilligungen und Kontrollen mit sich. «Wir haben das abgeklärt, doch die Ressourcen dazu haben wir nicht.» Enten hat es ebenfalls zu viele im Teich. Bis zu 30 Stück tummeln sich dort. Auch wegen ihres Kots ist das Teichwasser überdüngt. Die Vögel haben hier ein Flohnerleben, weil sie von vielen gefüttert werden. Da setzt die Gemeinde nun an: Per Plakat fordert sie auf, das Füttern zu unterlassen. «Klappt das, wäre es die einfachste Lösung. Dann wird sich ein Teil der Enten von sich aus eine neue Heimat suchen», sagt Zingg. Ob sich alle daran halten, ist aber fraglich. Denn es ist äusserst beliebt, die Tiere im Park zu füttern. Auch wenn im Teich nicht alles wunschgemäss läuft, bleibt Ueli Zingg gelassen: «Es lässt sich nicht alles beeinflussen. Aber ob mit unserer Hilfe oder durch die Natur selbst, früher oder später wird sich das regulieren.» Lucia Probst>

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