Zügige Sprach- und Sittenkurse für Flüchtlinge

Wann soll die Integration von Flüchtlingen beginnen? Sofort nach ihrer Ankunft im Kanton, verlangt die SP-Grossratsfraktion in einer Motion. Der Regierungsrat widerspricht.

Die SP fordert: Flüchtlinge sollen rascher integriert werden. (Symbolbild)

(Bild: Christian Pfander)

Flüchtlinge rascher integrieren: Das fordert die SP in einer dringenden Motion. Der Regierungsrat solle dafür sorgen, dass neu ankommende Flüchtlinge, Asylbewerber und vorläufig Aufgenommene «unverzüglich nach ihrer Zuweisung an den Kanton Bern einen verpflichtenden Zugang zu Sprach- und Geschlechterkurse» haben. Die Sprache sowie der Umgang unter den Geschlechtern seien der Schlüssel für eine nachhaltige Integration, begründen die Motionäre. Zudem böten die Kurse den Flüchtlingen eine Tagesstruktur und erhöhe deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Der Regierungsrat widerspricht diesen Argumenten nicht. In seiner nun vorliegenden Antwort hält er aber fest: Nur wer längere Zeit in der Schweiz bleibe, müsse die Schweiz kennen. «Asylsuchende im laufenden Verfahren ohne Aussicht auf ein Bleiberecht sollten auf die Ausreise vorbereitet und nicht integriert werden.» In beiden Bereichen, sprachliche und sittliche Integration, tue sich momentan viel.

Der Regierungsrat verweist etwa auf die im April 2014 gegründete «interdirektionale Koordinationsgruppe Sprachförderung im Migrationsbereich» unter der Leitung der Erziehungsdirektion. Ziel der Arbeitsgruppe sei die Sprachförderung von vorläufig aufgenommenen und anerkannten Flüchtlingen. Über die hiesigen Sitten würden die Asylsuchenden in den Kollektivunterkünften und in Kursen der Kantonspolizei umfassend informiert. Der Grosse Rat befindet in der Märzsession über den Vorstoss.

gbs

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