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Wütendes Staatspersonal droht Regierung

An die 20'000 Kantonsangestellte gingen gemeinsam gegen den Abbau beim Service public auf die Strasse und kritisierten die Regierung scharf.

Wenn sie sich abgrenze und «Dienst nach Vorschrift» mache, verdiene sie genug.  «Aber wir sollen und möchten ja projektbezogen arbeiten, das ist jedoch sehr  viel zeitintensiver», sagt Patrizia Bisig. Vor allem die jungen Lehrpersonen würden auf ihrem tiefen Lohnniveau sitzen bleiben. Auch die Geldverteilung im Kanton könne sie nicht nachvollziehen. So hätte die Autosteuer nie gesenkt werden dürfen. «Und was im Kanton Bern in den Informatikabteilungen unkontrolliert an Geld durch  unverhältnismässig hohe Honorare verbraten wird, ist eine Zumutung», findet Patrizia Bisig.
Wenn sie sich abgrenze und «Dienst nach Vorschrift» mache, verdiene sie genug. «Aber wir sollen und möchten ja projektbezogen arbeiten, das ist jedoch sehr viel zeitintensiver», sagt Patrizia Bisig. Vor allem die jungen Lehrpersonen würden auf ihrem tiefen Lohnniveau sitzen bleiben. Auch die Geldverteilung im Kanton könne sie nicht nachvollziehen. So hätte die Autosteuer nie gesenkt werden dürfen. «Und was im Kanton Bern in den Informatikabteilungen unkontrolliert an Geld durch unverhältnismässig hohe Honorare verbraten wird, ist eine Zumutung», findet Patrizia Bisig.
Nadja Schweizer
«Die Stimmung während unseres Konzertes ist fantastisch», sagt Daniel Durrer im Backstageraum. Durrer, selber auch Saxofonlehrer, verstehe die Sorgen des Publikums. «Es verbessert sich ja seit über 10 Jahren nichts an den Lohnstrukturen des Service public», findet er. «Wir unterstützen diesen Tag der Personalverbände gerne musikalisch. Es ist ihr Tag. Das spürt man von der Bühne aus», sagt er. Die grosse Solidarität unter den verschiedenen Branchen sei grossartig. Deswegen hätten die «Kummerbuben» auf einen Teil ihrer Gage für dieses Konzert verzichtet, erklärt Daniel Durrer
«Die Stimmung während unseres Konzertes ist fantastisch», sagt Daniel Durrer im Backstageraum. Durrer, selber auch Saxofonlehrer, verstehe die Sorgen des Publikums. «Es verbessert sich ja seit über 10 Jahren nichts an den Lohnstrukturen des Service public», findet er. «Wir unterstützen diesen Tag der Personalverbände gerne musikalisch. Es ist ihr Tag. Das spürt man von der Bühne aus», sagt er. Die grosse Solidarität unter den verschiedenen Branchen sei grossartig. Deswegen hätten die «Kummerbuben» auf einen Teil ihrer Gage für dieses Konzert verzichtet, erklärt Daniel Durrer
Nadja Schweizer
«Im Gegensatz zu den Kolleginnen und Kollegen in anderen Kantonen verdienen wir im Kanton Bern klar zu wenig», sagt Kilchhofer. Sie wünsche sich, dass ihr Lohn an denjenigen der Korps der anderen Kantone angepasst werde. «Diese bekommen  für dieselbe Leistung zum Teil 1000 Franken mehr Lohn als wir. Das ist ungerecht», so die 31-jährige Polizistin. Auf keinen Fall würde sie die Steuern erhöhen, um das finanzielle Loch zu stopfen, welches Lohnverbesserungen beim Staatspersonal mit sich brächten. «Die Steuern sind schon jetzt zu hoch», meint sie.
«Im Gegensatz zu den Kolleginnen und Kollegen in anderen Kantonen verdienen wir im Kanton Bern klar zu wenig», sagt Kilchhofer. Sie wünsche sich, dass ihr Lohn an denjenigen der Korps der anderen Kantone angepasst werde. «Diese bekommen für dieselbe Leistung zum Teil 1000 Franken mehr Lohn als wir. Das ist ungerecht», so die 31-jährige Polizistin. Auf keinen Fall würde sie die Steuern erhöhen, um das finanzielle Loch zu stopfen, welches Lohnverbesserungen beim Staatspersonal mit sich brächten. «Die Steuern sind schon jetzt zu hoch», meint sie.
Nadja Schweizer
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Grossaufmarsch vor dem Bundeshaus: Das Staatspersonal des Kantons Bern kam am Samstagnachmittag in Scharen nach Bern und drückte vehement auf den Knopf der Alarmanlage beim Service public. Der Klang des Signals war ungewöhnlich laut und tönte so: «Die Geringschätzung unserer Arbeit nehmen wir ab heute persönlich. Das macht uns wütend», sagt etwa Martin Gatti, Präsident des Verbandes Lehrerinnen und Lehrer Bern (Lebe).

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