Worauf Berner Archäologen letztes Jahr stiessen

Über 250 Felduntersuchungen hat der archäologische Dienst des Kantons Bern im 2017 vorgenommen und fand dabei etwa Burgstellen oder die Reste einer Wegkapelle.

Die neu entdeckte Burgstelle Chammenegg bei Trachselwald im Emmental. Blick auf Umfassungsgraben und Burghügel.

Die neu entdeckte Burgstelle Chammenegg bei Trachselwald im Emmental. Blick auf Umfassungsgraben und Burghügel.

(Bild: Jonas Glanzmann, Thun)

Der archäologische Dienst des Kantons Bern hat im vergangenen Jahr über 250 Felduntersuchungen durchgeführt. Die Archäologen stiessen unter anderem auf einen Einbaum, entdeckten Burgstellen oder dokumentierten eine Gletscheralp.

Im Reformationsjahr 2017 fanden die Archäologen in Aeschi bei Spiez Reste einer im Nachgang der Reformation abgebrochenen Wegkapelle, wie aus einer Mitteilung der bernischen Erziehungsdirektion vom Montag hervorgeht.

Wegen eines grösseren Wasserschadens musste das historische «Hôtel de l'Ours» in Bellelay (Gemeinde Saicourt) im Berner Jura saniert werden. Dabei kam ein Gerichtssaal zum Vorschein.

In Sutz-Lattrigen am Bielersee konnten die letzten Reste einer der selten erhaltenen bronzezeitlichen Landsiedlungen dokumentiert werden. Bei Erosionskontrollen im Bielersee wurde nahe der St. Petersinsel ein Einbaum entdeckt und zu seinem Schutz umgebettet.

Im Oberen Emmental wurden neue Burgstellen und Verkehrswege entdeckt. In Grindelwald schliesslich kamen auf Initiative von Geschichtsinteressierten und der Gemeinde Begehungen zustande, bei denen die Gletscheralp am Zäsenberg hinter dem Eiger vor ihrem natürlichen Verschwinden dokumentiert wurde.

Das archäologische Jahrbuch 2018 wird am 26. Juni in Langnau im Rahmen einer Vernissage vorgestellt.

mb/sda

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