Wohlstand im Kanton Bern sinkt

Die Volkswirtschaftsdirektion hat den Berner Wohlstandindex aktualisiert. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Kanton Bern leicht verschlechtert, insbesondere bezüglich Stabilität.

In Gstaad liegt das Epizentrum des Wohlstands im Kanton Bern.

In Gstaad liegt das Epizentrum des Wohlstands im Kanton Bern. Bild: Markus Grunder

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Seit fünf Jahren misst der Kanton Bern mit dem sogenannten Wohlstandsindex seine Attraktivität nicht nur auf wirtschaftlicher Ebene. Im schweizerischen Vergleich ist Bern nebst den Steuern vor allem bei der Sozialhilfequote und bei der Demographie im Hintertreffen.

Diese zwei letzten Werte, die unter der Dimension «Stabilität» aufgeführt werden, haben sich 2017 im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert, teilte die Volkswirtschaftsdirektion am Montag mit. Der Berner Wohlstandsindex (BWX) wird jedes Jahr aktualisiert. Er umfasst vier sogenannte Dimensionen.

Unter der Dimension «Stärke» werden BIP, Ressourcenpotential und Qualifikation bewertet. Zur «Attraktivität» zählen die Steuern, die Einkommen und die Erreichbarkeit. Unter «Ressourcen» werden öffentliche Finanzen, Boden und Abfall erfasst. Bei der «Stabilität» zählen Arbeitslosen- und Sozialhilfequote sowie Demographie.

Im Schweizer Durchschnitt vorteilhafte Werte erzielt der Kanton Bern etwa bei Qualifikation, Erreichbarkeit, öffentlichen Finanzen und der Arbeitslosenquote. Bern ist der erste Kanton, der einen Index zum Wohlstand präsentiert, der über das Bruttoinlandprodukt (BIP) hinausgeht.

Das BIP ist zwar die allgemein anerkannte Referenzgrösse für die wirtschaftliche Entwicklung einer Volkswirtschaft. Der Wert blende aber die zunehmende Bedeutung von umwelt- und sozialpolitischen Faktoren aus, schreibt der Kanton Bern. Deshalb werde sowohl national als auch international diskutiert, das BIP zu ersetzen oder zu ergänzen. (sda) ()

Erstellt: 17.07.2017, 10:54 Uhr

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