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Wegen tiefer Preise bleibt das Holz im Wald stehen

Die Berner Waldbesitzer lassen die hiesigen Sägereien zuweilen auf dem Trockenen sitzen. Dass mit dem Konkurs des Grosssägewerks in Graubünden ein Holzabnehmer aus dem Markt geschieden ist, dürfte den Berner Sägern aber wenig nützen.

Die Berner Sägereien waren in diesem Jahr nicht voll ausgelastet. Die rund sechzig Betriebe im Kanton könnten laut Hansruedi Streiff, Direktor von Holzindustrie Schweiz, pro Jahr rund 400000 Kubikmeter Holz verarbeiten. Doch letztes Jahr, sagt er, hätten sie sich mit etwa 350000 Kubikmetern begnügen müssen. Die Berner Waldbesitzer konnten den Hunger der Sägereien also nicht stillen. Nun könnte sich das Blatt für die Berner Säger eigentlich wenden. Denn Mitte Dezember hat Mayr-Melnhof Swiss Timber AG in Domat/Ems GR Konkurs angemeldet. Mit der Grosssägerei in Graubünden ist ein Konkurrent aus dem Rennen, der den Bernern letztes Jahr zwischen 50000 und 100000 Kubikmeter Holz abgenommen hat, wie Stefan Flückiger, Geschäftsführer der Berner Waldbesitzer, schätzt.

Trotzdem bleibt fraglich, ob die Berner Säger ihre Maschinen nächstes Jahr auslasten können. Die Gefahr, dass sie noch weniger zu tun haben werden, ist mit dem Aus in Domat/Ems eher noch gestiegen.

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