Wasserfallen und Trede ersetzen Allemann und Häsler

Die Berner Regierungsratswahlen haben auch Auswirkungen auf den Nationalrat. Zwei bekannte Bernerinnen ersetzen die neu gewählten Regierungsrätinnen in der Grossen Kammer.

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Die Berner Regierungsratswahlen werden im Juni zu zwei Wechseln in Berns Vertretung im Nationalrat führen. Für die am Sonntag in die Berner Kantonsregierung gewählten Christine Häsler (Grüne) und Evi Allemann (SP) rücken Aline Trede und Flavia Wasserfallen nach.

Die Grünen Kanton Bern gaben am Montag bekannt, dass die 35-jährige Trede in die Grosse Kammer nachrückt. Die Umweltwissenschafterin ETH sass bereits von 2013 bis 2015 im Nationalrat, wurde aber 2015 abgewählt. Doch belegte die Stadtbernerin den ersten Platz der Ersatzleute.

Trede nicht in den Grossen Rat

Trede verzichtet zugunsten des Nationalratssitzes auf ihr am Sonntag errungenes Grossratsmandat. Dieses wird Daniel Klauser einnehmen, wie Grünen-Geschäftsführerin Jessica Fuchs auf Anfrage sagte. Der Stadtberner kann also sein Grossratsmandat behalten.

Christine Häsler sitzt seit 2015 im Nationalrat und wurde am Sonntag mit dem sechstbesten Resultat aller Kandidierenden in den Berner Regierungsrat gewählt. Die Berner Regierung in neuer Zusammensetzung wird ihre Arbeit Anfang Juni aufnehmen.

Flavia Wasserfallen für Evi Allemann

Ihr wird ab Juni auch Nationalrätin Evi Allemann angehören. Sie ist seit 2003 Mitglied der Grossen Kammer und erreichte am Sonntag das viertbeste Resultat. Ersetzt wird sie im Nationalrat durch Flavia Wasserfallen, die offiziell noch bis Ende März Co-Leiterin des Generalsekretariats der SP Schweiz ist.

Wasserfallen sagte am Montag auf Anfrage, sie werde die Nachfolge von Allemann antreten. Auch sie landete vor drei Jahren auf dem ersten Ersatzrang. Die 39-jährige Stadtbernerin ist seit 2012 Co-Generalsekretärin der SP Schweiz. Zuvor war sie rund zehn Jahre lang Mitglied des bernischen Grossen Rats.

Bei der Bekanntgabe ihres Rücktritts vom Posten der Co-Generalsekretärin hiess es im vergangenen November, Wasserfallen wolle sich beruflich neu ausrichten. Dazu sagte sie am Montag auf Anfrage, sie sei Mutter von drei Kindern.

Zudem sei sie Präsidentin eines Lieferdiensts für biologische Lebensmittel und sitze im Verwaltungsrat des städtischen Energiedienstleisters ewb. Das seien nebst dem Nationalratsmandat die Aufgaben, denen sie sich in Zukunft widme.

tag/sda

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