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Bern blockiert sich selbst

Ein neuer Anlauf mit einem Fusionsrichtplan soll im Kanton Bern zu Gemeindehochzeiten animieren. Aber vielleicht sollte sich Bern in Graubünden, Freiburg, Luzern oder Solothurn über den richtigen Mix von Druck, Einsicht und Anreiz informieren.

Ein nicht alltäglicher Moment von bernischer Einhelligkeit: Die Stimmberechtigten von Fraubrunnen bejahen an der Gemeindeversammlung vom August 2007 mit grossem Mehr die Fusion mit den Nachbargemeinden.
Ein nicht alltäglicher Moment von bernischer Einhelligkeit: Die Stimmberechtigten von Fraubrunnen bejahen an der Gemeindeversammlung vom August 2007 mit grossem Mehr die Fusion mit den Nachbargemeinden.
Andreas Blatter

Beim Verheiraten seiner zahllosen Kleingemeinden kommt der Kanton Bern einfach nicht voran. Die Schallgrenze von 300 Gemeinden wollte er innerhalb von fünf Jahren erreichen, als er sich 2012 daran machte, seine kommunale Landkarte aufzuräumen.

Das Berner Stimmvolk nahm damals ein Gemeindefusionsgesetz an, das gar eine sanfte Zwangsmassnahme vorsieht: Unwilligen Gemeinden kann der Beitrag aus dem innerkantonalen Finanzausgleich gekürzt werden.Heute sind die fünf Jahre vorbei, und das Ziel ist verfehlt. Der Kanton Bern zählt immer noch 347 Gemeinden. Er bleibt damit unangefochtener Schweizer Rekordhalter der Kleinteiligkeit (siehe Grafik unten).

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