Warme Ohren für Guggisberg-Schnegg

Wenn der Wahlkampf die Wintermode erreicht. Momentwahl...

Die Grossräte Marianne Schenk-Anderegg (BDP), Hansueli Grädel und Ernst Tanner (beide EDU) posieren mit Guggisberg-Schnegg-Mützen.

Die Grossräte Marianne Schenk-Anderegg (BDP), Hansueli Grädel und Ernst Tanner (beide EDU) posieren mit Guggisberg-Schnegg-Mützen.

(Bild: zvg)

Sandra Rutschi

Es muss ein neues Skigebiet sein. «Guggisberg-Schnegg» steht auf den Mützen, die in letzter Zeit immer häufiger auf Selfies in der virtuellen Welt zu sehen sind. Diese Wintersportregion muss an Bedeutung gewonnen haben. Die «Schnegg» ist wohl eine besonders schneesichere Egg in der Gantrischgemeinde Guggisberg. Und vielleicht herrscht dort ja «Pulver gut».

Doch bei Guggisberg-Schnegg gehts keinesfalls um schneebedeckte Landschaften. Sondern um die Regierungsratskandidaten der SVP, Lars Guggisberg und Pierre Alain Schnegg. Tausend Mützen liess ihre Partei im jurassischen Les Reussilles anfertigen – für etwa 5 Franken pro Stück. Nun zieren sie die Köpfe von SVP-Fans, die im Internet die Werbetrommel für die beiden Kandidaten rühren. Bald wärmen sie auch die Ohren von Parteimitgliedern bei Verteilaktionen im kalten Winterwind.

Die SP wird nun wohl vor Neid erblassen ob des Budgets, das der SVP für diesen Werbegag zur Verfügung steht. Denn für ihre gravierten Äpfel – fünfhundert Stück– investierten die Genossen nur gerade 997 Franken. Ihr Parteisekretär David Stampfli versteht aber durchaus, dass die SVP sich die Mützen geleistet hat: «Es ist sicher gut, wenn sich die beiden Kandidaten warm anziehen.»

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