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War Schweitzer ein «Quacksalber»?

Mit welcher Medizin Albert Schweitzer in Lambarene ein Spital betrieben hat, ist nicht bekannt. Der Berner Medizinhistoriker Hubert Steinke will nun wissen: Wie war Schweitzer als Arzt?

Die Albert-Schweitzer-Kenner: Hubert Steinke, Professor am Medizinhistorischen Institut der Uni Bern (links), und Fritz von Gunten, Präsident des Schweizer Hilfsvereins für das Schweitzer-Spital in Lambarene (Gabun).
Die Albert-Schweitzer-Kenner: Hubert Steinke, Professor am Medizinhistorischen Institut der Uni Bern (links), und Fritz von Gunten, Präsident des Schweizer Hilfsvereins für das Schweitzer-Spital in Lambarene (Gabun).
Stefan Anderegg

Albert Schweitzer, der «Urwalddoktor» aus Lambarene, ist am 4.September 1965 gestorben. Der Mediziner, Philosoph, Theologe, Humanist und Friedensnobelpreisträger wirkt bis heute nach. Mit seiner Ethik der «Ehrfurcht vor dem Leben» und seinem karitativen Werk ist er zum Inbegriff des selbstlosen Menschen geworden. Aber er hat auch Kritiker. Sie werfen ihm vor, in kolonialistischen Denkmustern stehen geblieben zu sein, die Afrikaner als «jüngere Brüder» der grossen «weissen Brüder» betrachtet und behandelt zu haben.

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