Wandfluh dementiert Rücktritt

Frutigen

Hansruedi Wandfluh soll seinen Rücktritt planen. «Das stimmt so nicht», sagt der SVP-Nationalrat aus Frutigen.

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Jetzt spricht auch Hansruedi Wandfluh von Rücktritt.» So lautete ein Titel der gestrigen «SonntagsZeitung». Als Grund nenne der Berner Nationalrat die Belastung in seiner Firma. Somit würde die SVP innerhalb kurzer Zeit nach Peter Spuhler einen weiteren Unternehmer im nationalen Parlament verlieren.

Auf Nachfrage erklärt der Frutiger gelassen, aber bestimmt: «Das stimmt so nicht. Ein Rücktritt ist im Moment nicht aktuell.» Auch die Aussage, er habe eigentlich erst Mitte dieser Legislatur, also im kommenden Jahr zurücktreten wollen, treffe nicht zu. Klar sei, dass er nach Ende dieser Legislatur nicht mehr als Nationalrat kandidieren werde: «Das kann ich gar nicht, weil wir Amtszeitbeschränkung haben.» Hansruedi Wandfluh ist seit 1999 im Nationalrat.

Dem Präsidenten Platz machen

Er habe nach wie vor viel Freude an seiner Arbeit als Nationalrat. Entgegen dem Bericht der «SonntagsZeitung» sei er keineswegs aus unternehmerischen Gründen gezwungen, sich vermehrt um sein Hydraulik- und Elektrounternehmen mit Niederlassungen in der ganzen Welt zu kümmern. «Das läuft relativ gut. Aber ja, es ist eine zusätzliche Belastung, Nationalrat zu sein», räumt Wandfluh ein. Mit einem guten Zeitmanagement lasse sich das jedoch gut regeln.

Ganz aus der Luft gegriffen ist ein vorzeitiger Rücktritt des Oberländers aber doch nicht. «Wenn Werner Salzmann zum Präsidenten der SVP des Kantons Bern wird, wäre es gut, er wäre auch auf nationaler Ebene in einem Parlament», sagt Wandfluh. Salzmann könnte möglicherweise seinen Sitz erben. «Da bin ich zu parteiinternen Gesprächen bereit. Die Bedingung wäre allerdings, dass der Bernjurassier Jean-Pierre Graber, der eigentlich nachrutschen würde, auf diesen Sitz verzichtet», fügt der Frutiger hinzu. Für ihn ist klar: «Mir wird auch dann nicht langweilig, wenn ich nicht mehr Nationalrat bin.»

Berner Zeitung

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