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Vom schmerzhaften Abflauen des Zorns

Christophe Bader soll einen Anschlag auf das Berner Rathaus geplant haben. Dann explodierte der Sprengsatz zu früh. Die Jura-Abstimmung löst bei Marie-Louise und Jacques Bader schmerzvolle Erinnerungen aus.

Auf dem Dorfplatz im jurassischen Saint-Brais  mit dem zugesperrten Gasthof Du Soleil verblasst die Erinnerung an den Jura-Konflikt.
Auf dem Dorfplatz im jurassischen Saint-Brais mit dem zugesperrten Gasthof Du Soleil verblasst die Erinnerung an den Jura-Konflikt.
Urs Baumann
Das Wrack des Autos, in dem Christophe Bader am 7. Januar 1993 am Berner Nydeggstalden durch die  Detonation seines Sprengsatzes starb.
Das Wrack des Autos, in dem Christophe Bader am 7. Januar 1993 am Berner Nydeggstalden durch die Detonation seines Sprengsatzes starb.
Keystone
Ein Mühlrad erinnert auf Saint-Brais Dorfplatz  an Christoph Bader, der auf dem Friedhof bei der Kirche begraben ist.
Ein Mühlrad erinnert auf Saint-Brais Dorfplatz an Christoph Bader, der auf dem Friedhof bei der Kirche begraben ist.
Urs Baumann
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«Von uns beiden war er der Härtere, der Ungeduldigere», sagt Jacques Bader über seinen toten Bruder Christophe. Er betrachtet eines der letzten Fotos, die sie zeigen. Jung und unbekümmert stehen sie Anfang der 1990er-Jahre nebeneinander. Jacques Bader ist heute 45-jährig. Er sitzt mit seiner Mutter Marie-Louise (66) im Gasthof «Du Soleil» in Saint-Brais, einem 220-Seelen-Dorf in den jurassischen Freibergen. Nach einer brieflichen Anfrage und einer Bedenkzeit haben sie sich bereit erklärt, über Christophes Tod vor 20 Jahren zu reden. Und darüber, wie schmerzhaft ihre Familiengeschichte verwoben ist mit dem Jura-Konflikt.

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