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Vier Fraktionschefs beschweren sich über bernische Baudirektorin

Vier bürgerliche Fraktionschefs des bernischen Grossen Rates beschweren sich schriftlich bei Regierungspräsident Bernhard Pulver: Sie stören sich an Aussagen von Baudirektorin Barbara Egger (SP) im Zusammenhang mit dem Kauf zweier SBB-Gebäude.

Barbara Egger-Jenzer muss sich von den bürgerlichen Parteien Kritik anhören.
Barbara Egger-Jenzer muss sich von den bürgerlichen Parteien Kritik anhören.
Andreas Marbot

Der Grosse Rat hatte den Kredit für die zwei Gebäude in der Berner Länggasse um zwei Millionen Franken gekürzt. Barbara Egger-Jenzer hatte bereits in der Parlamentsdebatte darauf hingewiesen, dass dadurch der Handel gefährdet sein könnte. Das Geschäft kam schliesslich doch zustande, weil die SBB zähneknirschend den tieferen Preis akzeptierte.

Gegenüber Journalisten habe sich Egger schwer getan, den Parlamentsentscheid zu akzeptieren, kritisieren die vier Fraktionschefs Dieter Widmer (BDP), Peter Brand (SVP), Adrian Kneubühler (FDP) und Alfred Schneiter (EDU) im Brief an Pulver.

«Despektierliche» Äusserungen

Dabei habe die SP-Baudirektorin übersehen, dass der fragliche Kredit in der Zuständigkeit des Parlaments liege. Derart «despektierliche» Äusserungen seien der Zusammenarbeit zwischen Regierung und Parlament nicht förderlich, heisst es im Schreiben, das der Nachrichtenagentur sda vorliegt.

Der Grosse Rat habe den Kredit reduziert, weil «plausibilisierte Annahmen für einen zu hohen Landpreis» vorgelegen seien. Der Kanton Bern habe dank dem Parlamentsentscheid rund zwei Millionen Franken gespart, halten die vier Fraktionschefs weiter fest. Doch das sei für Egger «offenbar unerheblich».

SDA/met

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