Velounfälle in Kreiseln - Berner Regierung für Massnahmen

Laut Zahlen des Bundes haben Velofahrer in Kreiseln ein überproportional hohes Unfallrisiko. In einer Motion fordert David Stampfli (SP/Bern) den Kanton auf, geeignete Massnahmen zu treffen.

Auch im Kanton Bern gebe es in einigen Kreiseln häufig Velounfälle, so der Regierungsrat. Im Bild: der Kreisel am Thunplatz in Bern.<p class='credit'>(Bild: Google Streetview)</p>

Auch im Kanton Bern gebe es in einigen Kreiseln häufig Velounfälle, so der Regierungsrat. Im Bild: der Kreisel am Thunplatz in Bern.

(Bild: Google Streetview)

Der Kanton Bern ist bestrebt, die Sicherheit von Velofahrern im Kreisverkehr zu verbessern. Das macht der Regierungsrat in seiner Antwort auf eine Motion von David Stampfli (SP/Bern) deutlich.

Unter Berufung auf Zahlen des Bundes weist Stampfli darauf hin, dass Velofahrer im Kreisverkehr ein überproportional hohes Unfallrisiko haben. In 89 Prozent der Fälle würden die Unfälle durch Autofahrer verursacht.

Die Vermutung liege nahe, dass die gefährlichen Kreisel auch für Autolenker nicht einfach zu fahren seien. Das könne etwa daran liegen, dass ein Kreisel von geltenden Normen abweiche oder eine spezielle Geometrie aufweise. Stampfli fordert, dass der Kanton geeignete Massnahmen trifft.

Einige unfallträchtige Kreis

Tatsächlich gebe es in einigen Kreiseln auch im Kanton Bern häufig Velounfälle, heisst es in der am Montag publizierten Antwort des Regierungsrats. Auf Kantonsstrassen «setzt der Kanton mit seinen Massnahmen schon seit längerer Zeit gezielt an».

Mitunter seien Kompromisse nötig, wenn enge, geometrische Randbedingungen bestünden. Dies könne dazu führen, dass nicht immer alle Normenvorgaben vollständig eingehalten werden könnten. Jeder Sachverhalt werde sorgfältig geprüft, um die individuell beste Lösung zu finden.

Neun «auffällige Kreisel»

Auf Gemeindestrassen im Bernbiet gebe es rund neun «auffällige Kreisel», wie der Regierungsrat weiter schreibt. Hier sei es nicht Aufgabe des Kantons, Massnahmen zu erarbeiten.

Das kantonale Tiefbauamt werde aber den betroffenen Städten und Gemeinden in Erinnerung rufen, dass Verbesserungsmassnahmen am Platz wären. Der Regierungsrat empfiehlt dem Parlament, Stampflis Vorstoss anzunehmen. Der Grosse Rat soll die Forderungen aber gleichzeitig als erfüllt abschreiben.

tag/sda

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