Verkauf des Spitals Moutier bleibt eine Option

Der Berner Regierungsrat will mit dem Verkauf des Spitals Moutier nicht warten, bis die Kantonszugehörigkeit der bernjurassischen Stadt juristisch geklärt ist.

Was geschieht mit dem Kantonsspital nach dem Kantonswechsel von Moutier?<p class='credit'>(Bild: Enrique Muñoz García)</p>

Was geschieht mit dem Kantonsspital nach dem Kantonswechsel von Moutier?

(Bild: Enrique Muñoz García)

Philippe Müller

Bald fünfzehn Monate sind seit der Abstimmung über den Kantonswechsel des bernjurassischen Städtchens Moutier vergangen. Und noch immer ist der Übertritt von Bern in den Jura nicht rechtskräftig, zahlreiche Beschwerden sind noch hängig. Mit Verweis auf diese juristisch unklare Situation hatte der jurassische Regierungsrat von der ­Berner Regierung verlangt, den geplanten Verkauf des Spitals Moutier auszusetzen.

In seinem Antwortschreiben macht der Berner Regierungsrat klar, dass eine Sistierung der Verkaufspläne keine Option sei. «Für den Regierungsrat liegt die Priorität bei der Erhaltung der bernjurassischen Spitalstandorte sowie der damit zusammenhängenden Arbeitsplätze.» Da es derzeit keine anderen konkreten Perspektiven gebe, habe der Verwaltungsrat des Hôpital du Jura bernois (HJB) beschlossen, den Verkauf in die Wege zu leiten. «Der Verwaltungsrat des HJB geniesst das volle Vertrauen des Regierungsrates», heisst es in einer Mitteilung des Kantons Bern.

Die Berner Kantonsregierung erneuert ihr Angebot an den ­jurassischen Regierungsrat, dass vorläufig beide Kantone Mit­besitzer des Spitals Moutier sein könnten unter Einbezug einer privaten Trägerschaft. Sobald die Kantonszugehörigkeit der Stadt Moutier geklärt ist, könnte dann einer der beiden Kantone seine Anteile verkaufen.

Berner Zeitung

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