Unwetter: Versicherungsschäden von 14 Millionen Franken

Nach ruhigen Jahren ist der Kanton Bern wieder stark betroffen: Die Unwetter vom Juli haben im Kanton Bern Schäden von 14 Millionen Franken an Gebäuden verursacht. Dafür aufkommen muss die GVB.

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Schwere Gewitter und Dauerregen haben vergangenen Monat im Kanton Bern grosse Schäden verursacht und viele Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. Betroffen waren insbesondere Köniz und Umgebung (12. Juli), die Regionen Seeland und Schangnau (20. Juli) sowie erneut das Emmental und das Berner Oberland (28. Juli). Bei der Gebäudeversicherung Bern (GVB) gingen im niederschlagreichsten Juli in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen knapp 1‘800 Meldungen über Elementarschäden an Gebäuden ein. Die versicherte Schadensumme im Juli 2014 betrage etwa 14 Millionen Franken, wie die Gebäudeversicherung in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Rund 10 Millionen werden von der obligatorischen Grundversicherung (Feuer- und Elementarschäden) und 4 Millionen von den freiwilligen Zusatzversicherungen der GVB (zum Beispiel Neuwertdeckung, Umgebungsschäden, Grundwasser- und Rückstauschäden) gedeckt.

Juli und August sind auch sonst die stärksten Schaden-Monate für die GVB: «Mit den 14 Millionen Franken Schäden im Juli haben wir ein ruhiges Halbjahr aufgeholt. Aber wenn wir unter 100 Millionen Franken Schäden pro Jahr liegen, ist es ein gutes Jahr», sagte Stefanie Kriesel von der GVB auf Anfrage. GVB-Hausexperten im Dauereinsatz

Die Schäden sind zum Teil massiv und besonders belastend für Personen, die zum wiederholten Mal Opfer von Naturkatastrophen geworden sind. Die GVB-Hausexperten sind deshalb fast ununterbrochen im Einsatz. Finanziell sei die aktuelle Häufung der schweren Schadenereignisse für die GVB Gruppe verkraftbar. Nach heutigem Kenntnisstand sollten die Unwetter keine Auswirkungen auf die Prämien im kommenden Jahr haben.

Schweizweit Schäden von 27 Millionen Franken

Der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) geht in einer ersten Schätzung von versicherten Schäden in der Höhe von rund 27 Millionen Franken aus. Die provisorische Schadensbilanz umfasse Schäden an Hausrat, Geschäftsinventar, übrige Fahrhabe, Motorfahrzeugen, Verluste infolge von Betriebsunterbrechungen sowie vereinzelt auch Gebäude.

Der grösste Sachversicherer der Schweiz, die Mobiliar, rechnet für die zweite Julihälfte mit einem Gesamtschaden von über 20 Millionen Franken. Bereits seien 2600 Schadensmeldungen für über 15 Millionen Franken eingegangen, schreibt die Mobiliar in einer Mitteilung vom Dienstag.

Zwei Drittel der Meldungen bei der Mobiliar betreffen die besonders stark bet roffenen Kantone Bern (5 Millionen), Luzern (3 Millionen, insbesondere Schüpfheim) und St. Gallen (2,5 Millionen, insbesondere Altstätten). An Gebäuden entstanden Schäden in Höhe von 25 bis 30 Millionen Franken, wie der Dachverband der kantonalen Gebäudeversicherungen bereits am Montag mitteilte.

tan

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