Unternehmer für FDP-Ständeratskandidatin Christa Markwalder

Die Berner FDP will nach 16 Jahren zurück in den Ständerat. Christa Markwalder soll im Oktober den Sitz holen.

Christa Markwalder (FDP) wird bei ihrer Ständeratskandidatur von Vertretern der Berner Wirtschaft unterstützt.

Christa Markwalder (FDP) wird bei ihrer Ständeratskandidatur von Vertretern der Berner Wirtschaft unterstützt.

(Bild: Bruno Petroni)

Nach 16 Jahren Absenz will die Berner FDP mit Christa Markwalder bei den eidgenössischen Wahlen wieder einen Ständeratssitz erobern. Am Freitag sicherten Wirtschaftsvertreter vor den Medien ihre Unterstützung für Markwalder zu.

Unternehmerin Nicole Loeb lobte Markwalders Einsatz für den Standort Schweiz und den Kanton Bern. Im Ständerat brauche es Persönlichkeiten, die sich «für liberale, marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen» engagieren, erklärte Loeb gemäss Redetext.

Nötig seien etwa liberale Ladenöffnungszeiten sowie ein flexibleres Arbeitsrecht, das sich nach den Bedürfnissen von Arbeitnehmenden und der Kundinnen und Kunden richte, sagte die Verwaltungsratsdelegierte der Loeb Warenhaus-Gruppe.

Vor den Medien setzte sich zudem der bernjurassische Käseproduzent Cédric Spielhofer von den Fromages Spielhofer für Markwalders Wahl ein. Er betonte seinerseits die Bedeutung guter Wirtschaftsbeziehungen zur Europäischen Union, wo sein Unternehmen 60 Prozent des Umsatzes realisiere.

Rahmenabkommen mit EU unterzeichnen

Für Markwalder gehört die Baustelle Schweiz-EU zu den sechs Schwerpunkten der kommenden Legislatur, wie sie ihrerseits erklärte. Nur wenn der Bundesrat «den Mut noch zusammenbringt, das Rahmenabkommen zu unterzeichnen und damit den demokratischen Ratifizierungsprozess einzuleiten», könne der bilaterale Weg erfolgreich weitergeführt werden. Ansonsten drohe eine «unselige Negativspirale» mit der wichtigsten Handelspartnerin.

Weitere Schwerpunkte sind für Markwalder die Reform der Altersvorsorge, der Umwelt- und Klimaschutz, die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen, Steuerreformen für Unternehmen und Private sowie Gleichstellung und Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Politik.

Die 44-jährige Burgdorferin sitzt seit 2003 im Nationalrat, den sie 2016 präsidierte. Nebst der Ständeratskandidatur bewirbt sich Markwalder auch für eine Wiederwahl in die Grosse Kammer, nebst dem Bisherigen Christian Wasserfallen. Die kantonale FDP erhofft sich zudem, einen dritten Nationalratssitz zu erobern.

Im Ständerat war die bernische FDP bis 2003 vertreten, damals mit Christine Beerli. 2003 verloren die Freisinnigen den Sitz jedoch an die Berner SP, die damals mit Simonetta Sommaruga erstmals in die kleine Kammer einziehen konnte.

tag/sda

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