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«Über die Lohnexzesse der Topmanager habe ich mich sehr geärgert»

Nach 21 Jahren an der Universität Bern tritt Norbert Thom, Professor für Betriebswirtschaftslehre, in den Ruhestand. Im Interview spricht er über die wachsende Unibürokratie, Studenten als Bildungshamster und «Betreuungsruinen».

Der Berner Wirtschaftsprofessor Norbert Thom lehrte mit Freude, aber er geizte auch nicht mit Kritik. Daran will er im Ruhestand festhalten.
Der Berner Wirtschaftsprofessor Norbert Thom lehrte mit Freude, aber er geizte auch nicht mit Kritik. Daran will er im Ruhestand festhalten.
Urs Baumann

Herr Thom, morgen ist Ihr letzter Arbeitstag, am 3. Februar findet die Emeritierungsfeier statt. Freuen Sie sich?

Norbert Thom: Ja, ich sehe der Emeritierungsfeier mit positiven Gefühlen entgegen. Es ist ja nicht ein absolutes Ende, sondern das Schöne ist, dass man trotz Pensionierung bis zum Lebensende Professor emeritus bleibt. Aber ich bin nicht mehr Direktor eines Instituts. Sicher ist es eine Zäsur. Doch wenn ich als Professor noch etwas Fachliches öffentlich sagen will, kann ich dies – und das werde ich auch tun.

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