Zum Hauptinhalt springen

Transitplatz Wileroltigen: Gegner haben Oberhand

Die Tamedia-Umfrage zeigt einen Nein-Trend zum Millionenkredit für den Bau eines Transitplatzes für ausländische Fahrende in Wileroltigen.

Eines der Argumente der Gegner sind die ihres Erachtens zu hohen Kosten.
Eines der Argumente der Gegner sind die ihres Erachtens zu hohen Kosten.
Adrian Moser

Der geplante Autobahnrastplatz für ausländische Fahrende in Wileroltigen hat beim Berner Stimmvolk einen schweren Stand. In der neuesten Tamedia-Umfrage äusserten 55 Prozent der Befragten die Absicht, am 9. Februar den 3,33-Millionen-Kredit abzulehnen. Bei 45 Prozent der Teilnehmer scheint die Meinung bereits definitiv gemacht zu sein – 10 Prozent sagen, dass sie «eher Nein» stimmen würden.

Die Argumente der Befürworter konnten derweil bloss 36 Prozent der Umfrageteilnehmer überzeugen. Rund jeder zehnte Befragte gab an, sich noch keine abschliessende Meinung gebildet zu haben.

Undemokratisch und teuer

Die Resultate basieren auf 1919 Befragungen von Personen im Kanton Bern, die vom 9. bis 11. Januar durchgeführt wurden. Die Umfrage hat Tamedia in Zusammenarbeit mit der Leewas GmbH der Politikwissenschaftler Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen gemacht. Die Stichprobe ist nach demografischen, geografischen und politischen Variablen gewichtet – der statistische Fehlerbereich liegt bei 2,9 Prozentpunkten.

Rund jeder zweite Gegner der Vorlage nannte als Hauptkritikpunkt, dass sich die Fahrenden selber organisieren und Landeigentümern einen fairen Preis für den Aufenthalt auf ihrem Grundstück bezahlen sollen. Gut 20 Prozent der Gegner lehnen die Vorlage ab, weil sie es als undemokratisch empfinden, dass der Kanton einer kleinen Gemeinde diesen Platz gegen ihren Willen aufzwingt. Ebenso viele kritisieren die Kosten, die mit über 90'000 Franken pro Stellplatz als zu hoch bewertet werden.

Für geregelten Betrieb

Bei den Befürwortern fanden vor allem zwei Argumente Anklang. 43 Prozent von ihnen stimmen dem Kredit zu, weil der Kanton damit seine Verantwortung gegenüber den Fahrenden wahrnehme.

Ein ähnlich grosser Anteil des Ja-Lagers sieht im Transitplatz ein griffiges Instrument, um unerwünschte Landnahmen durch ausländische Fahrende zu verhindern. Diese sind für die betroffenen Gemeinden und die Kantonspolizei jeweils mit grossem Aufwand verbunden. Der Transitplatz würde einen geregelten Betrieb ermöglichen, so die Befürworter.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch