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Sturm: Rund 40 Schadensmeldungen im Kanton Bern

Am Dienstag wurde der Kanton Bern von starken Windböen heimgesucht: Im Oberland mussten höher gelegene Lifte und Bahnen geschlossen werden, im Seeland lösten sich zwei Schiff vom Anbindeplatz, in Stadt Bern musste eine Strasse gesperrt werden.

Auch die Stadt Bern wird von starken Windböen heingesucht.
Auch die Stadt Bern wird von starken Windböen heingesucht.
Twitter @Daniel_Brg

Am Dienstagmorgen wurden im Flachland starke Böen von teilweise über 100 km/h und auf den Bergen verbreitet Orkanböen über 118 km/h registriert. Auf dem Bantiger wurde bisher der Höchstwert 134 km/h und auf dem Napf 133 km/h gemessen, wie der Wetterdienst Meteonews in einer Zwischenbilanz mitteilt (Stand 14.15 Uhr).

Auch auf dem Jungfraujoch kam es zu Windböenspitzen von bis zu 130 Stundenkilometer, und nicht wesentlich weniger in den höher gelegenen Skigebieten: Entsprechend viele Bergbahnen standen am Dienstag still. Bei den Bergbahnen Meiringen-Hasliberg (BMH) lief am Dienstag oberhalb der Mägisalp gar nichts, und auch Käserstatt ging nicht in Betrieb.

Die Jungfraubahn konnte ihren Schienenverkehr bis zur Station Jungfraujoch uneingeschränkt und fahrplanmässig aufrechterhalten. Ausser dem Skilift Innerwengen, Grindel und der Firstbahn bis Schreckfeld blieben am Dienstag aber alle weiteren Bergbahnen stehen.

Auch der Weg aufs Schilthorn war geschlossen: Die Schilthornbahn verkehrte bis Mürren, und die unterhalb der Höhenlücke gelegenen Skilifte im Bereich des Dorfes Mürren waren offen. Im Skigebiet Adelboden-Lenk blieben alle Bahnen im Bereich Hahnenmoos-Silleren-Metsch-Bühlberg geschlossen, Engstligenalp und Tschenten konnten normal fahren.

Bei den Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) schliesslich war am Dienstag nur die Sesselbahn Horneggli in Betrieb. Auch am Mittwoch stehen die Bergbahnen in Zweisimmen, St. Stephan und Kaltenbrunnen still.

Bis zu 18 Grad

Die Orkanböen liessen unter anderem auch die Temperaturen örtlich über 18 Grad ansteigen, wie es in der Mitteilung von Meteonews heisst. In Interlaken zum Beispiel zeigte das Thermometer 19,3 Grad an.

Laut Meteonews sind auch in den nächsten Stunden ähnliche oder sogar noch stärkere Böen möglich. Es sei deshalb weiterhin Vorsicht geboten. Alles, was lose herumliege, sollte laut des Wetterdiensts angebunden werden. Am Mittwoch seien die Winde nur noch mässig bis stark.

Rund 40 Schadensmeldungen

Aufgrund der teilweise starken Windgeschwindigkeiten sind bei der Kantonspolizei Bern am Dienstag bis um 17 Uhr rund 40 Schadensmeldungen eingegangen, wie diese auf Anfrage gegenüber Redaktion Tamedia mitteilt. Es handle sich vor allem um umgestürzte Bäume und Gegenstände wie Äste auf der Fahrbahn im ganzen Kanton Bern.

Auch Ziegeln von Dächern seien weggefegt worden. In Twann und in Schüren hatte sich zudem je ein Schiff vom Anbindeplatz gelöst. Verletzte Personen seien bisher nicht gemeldet worden.

Weiter wurde gegen 17 Uhr an der Thunstrasse in der Stadt Bern von der Feuerwehr eine lokale Strassensperrung aufgestellt - für die Sicherung eines losen Gebäudeteils, wie Christoph Gnägig, Mediensprecher der Kantonspolizei Bern gegenüber Redaktion Tamedia sagt.

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