Verkürzte Mittagspausen - Samichlaus kann kommen

Die Spardebatte dauert länger als budgetiert. Deshalb beginnt am Montag der Grossen Rat ausnahmsweise schon um 8 Uhr statt um 9 Uhr. Zudem wird die Mittagspause fast halbiert.

Müssen die Parlamentarier nächste Woche nachsitzen?

Müssen die Parlamentarier nächste Woche nachsitzen? Bild: Beat Mathys

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Beim Versuch, ein bisschen Zeit zu gewinnen, hat der bernische Grosse Rat schon wieder eine halbe Stunde verloren. So lange brauchte er, um die Organisation der dritten Sessionswoche zu regeln.

Das Parlament ist mit den Beratungen des Entlastungspakets in Verzug. Am Ende dieser Sessionswoche wird er 15 Stunden und 30 Minuten über Sparmassnahmen debattiert haben, ohne dass das Ende konkret absehbar wäre. Deshalb schlug das Ratsbüro am Donnerstag eine Ausweitung der Sitzungen in der kommenden Woche vor. Die Anträge waren im Rat allerdings umstritten. Es brauchte 22 Abstimmungen, bis die Sache geklärt war.

Fazit: Der Grosse Rat beginnt am kommenden Montag ausnahmsweise schon um 8 Uhr statt um 9 Uhr. Die Mittagspause wird an allen drei Sitzungstagen fast halbiert - eine Stunde muss für die Zwischenverpflegung reichen. Um die Beratungen zu beschleunigen, führt der Rat zudem verkürzte Redezeiten ein.

Abendsitzung wegen Samichlaus abgelehnt

Das Ratsbüro hatte eigentlich noch zwei zusätzliche Abendsitzungen von 17 bis 20 Uhr am Montag und Mittwoch vorgeschlagen. Doch das passte einigen Parlamentariern nicht in den Kram. Die einen machten geltend, sie hätten abends um 20 Uhr bereits anderweitige Verpflichtungen, zum Beispiel im Stall oder in einem Sitzungszimmer.

Die Familienfrau Sarah Gabi Schönenberger (SP) hatte noch ein anderes Problem: «Am 6. Dezember kommt der Samichlaus zu uns nach Hause.»

Spardebatte oder Samichlaus? Das Dilemma bleibt Gabi Schönenberger und auch allen anderen Parlamentariern nun erspart. Alle 160 Grossratsmitglieder dürfen sich auf den Samichlaus freuen, wenn sie denn ein Rendez-vous mit ihm haben. (sih/sda)

Erstellt: 30.11.2017, 14:34 Uhr

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Den exakten Termin wird das Ratsbüro festlegen. Zur Diskussion steht eine Session vom 22. Januar bis 1. Februar 2018. Die Einberufung ist bereits beschlossene Sache, da sie von 42 Mitgliedern verlangt wird.

Noch in der laufenden November-Session soll die umstrittene Revision des Sozialhilfegesetzes beraten werden. Das hat der Rat am Donnerstag bekräftigt. Dagegen nahm er das Polizei- und das Justizvollzugsgesetz von der reich befrachteten Traktandenliste.

Ursprünglich war - anders als in den Vorjahren - keine Session im Januar vorgesehen. Der Rat wollte erst im März wieder zusammenkommen.

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