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SP mit BKW-Strategie zufrieden

Die Grünen nehmen die neue Strategie des Energiekonzerns BKW mit gemischten Gefühlen entgegen. Die SP ist etwas weniger zurückhaltend und gratuliert «zum Schritt in die Energiezukunft».

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Für die BKW ist auch die baldige Abschaltung des AKW Mühlebergs eine Möglichkeit.
Für die BKW ist auch die baldige Abschaltung des AKW Mühlebergs eine Möglichkeit.
Keystone

Die Berner Sozialdemokraten zeigten sich in einer Mitteilung erfreut, dass damit langjährige Forderungen umgesetzt würden, etwa jene nach dem Atomausstieg oder der Neubesetzung des Chefsessels beim Energiekonzern.

Die rot-grüne Kantonsregierung habe in Sachen Unternehmensführung einen wichtigen Kompromiss durchgesetzt, betont die Partei in ihrer Mitteilung. Mehrheitsaktionär der BKW ist der Kanton Bern.

Für den Energiekonzern sei es nun zentral, dass eine Geschäftsführung gewählt werde, die die neue Strategie aktiv mittrage und das Unternehmen zukunftsträchtig aufstelle, heisst es in der Mitteilung der SP weiter.

Wichtig ist für die SP auch, dass die BKW nicht in veraltete Technologien investiert. Die neuen fossil-thermischen Grosskraftwerke, «die jetzt mit riesigen Wertberichtigungen das Konzernergebnis trüben, sollen die letzten fehlinvestierten Gelder sein», schreibt die Partei in ihrer Mitteilung weiter.

Die Wertberichtigungen, die das Ergebnis des Berner Energiekonzerns in vergangenen Jahr mitbeeinflussten, betrafen Anlagen in Deutschland und Italien. Für 2011 schreibt der Konzern einen Verlust von rund 66 Millionen Franken.

«Zu zögerlich»

Die Grünen Kanton Bern nahmen die neue Strategie laut Mitteilung vom Dienstag «mit gemischten Gefühlen» zur Kenntnis. Sie sei ein «allzu zögerlicher Schritt».

Begrüssenswert sei die Absicht, in intelligente Netzinfrastruktur, in Energieeffizienz, Wind- und Wasserenergie zu investieren sowie die Ablösung von BKW-Chef Kurt Rohrbach.

Wenig Verständnis haben die Grünen unter anderem aber dafür, dass die BKW in ihrer Strategie die Solarenergie ausblende und die Abschaltung des AKW Mühleberg weiter aufschiebe. Auch einen Wechsel von Rohrbach in den Verwaltungsrat kritisieren die Grünen. Rohrbach sei ein «Atomstrom-Urgestein».

Sicherheit geht vor

Die Grünliberalen Kanton Bern begrüssten die neue BKW-Strategie laut Mitteilung vom Dienstag. Die glp zeigte sich aber skeptisch, dass das AKW Mühleberg tatsächlich bis 2022 betrieben werden könne.

Für einen sicheren Betrieb des Kernkraftwerks wären nämlich grosse Nachrüstungsmassnahmen nötig, heisst es in der glp-Mitteilung weiter. Ein Weiterbetrieb der Anlage komme nur unter dem Motto «Sicherheit geht vor» in Frage.

BDP unterstützt Mühleberg-Abschaltung 2022

Dass die BKW ihr Atomkraftwerk Mühleberg längstens bis 2022 betreiben will, bezeichnete die Berner BDP am Dienstag in einer Mitteilung als «konstruktiven Beitrag in einer schwierigen Diskussion».

Die Partei unterstütze diese Zielsetzungen unter der Voraussetzung, dass das Werk sicher und wirtschaftlich betrieben werden könne.

Positiv reagierte am Dienstag auch die FDP Kanton Bern. Die von der BKW gewählte Strategie liege auf der Linie des vom Bundesrat beschlossenen Atomausstiegs.

Es sei unabdingbar, den Ersatz des AKW-Stroms rechtzeitig zu planen, schreibt die FDP in einer Mitteilung. In diesem Zusammenhang sei es wichtig, dass das AKW solange in Betrieb bleibe, wie die Sicherheit gewährleistet sei.

(SDA)

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