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So viel zahlen Sie in den Lastenausgleich

Was wie verteilt wird, und wen es wie viel kostet: der kantonale Finanz- und Lastenausgleich im Überblick.

Andreas Blatter

Die Beiträge der Gemeinden in den Finanz- und Lastenausgleich sind stark gestiegen. Das ist die grösste Sorge der Gemeindepräsidenten, wie eine Umfrage von Redaktion Tamedia zeigt.

Über den Finanzausgleich dämpft der Kanton Bern vor allem Unterschiede bei den Steuereinnahmen und bei topografischen Nachteilen, etwa einem langen Strassennetz. In der Kritik steht aber vor allem der Lastenausgleich, der Ausgaben unter den Gemeinden verteilt. Hier liegen die Kosten, die für die Gemeinden entstehen, mittlerweile bei 1340 Franken pro Einwohner.

Sozialhilfe: 489 Franken pro Person.

Seit 1961 werden in Bern die Kosten, die bei den Sozialdiensten der Gemeinden anfallen, solidarisch verteilt. 50 Prozent zahlt der Kanton, 50 Prozent die Gesamtheit der Gemeinden. Zwischen 2010 und 2013 sind die Kosten stark gestiegen, seither gingen sie leicht zurück. Grund dafür ist die Einführung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb). Ihre Kosten werden vom Kanton getragen. Gemäss Prognose des Kantons sollen die Sozialhilfekosten nun bis 2020 konstant bleiben.

Lehrergehälter: 336 Franken pro Person.

Die Löhne für Lehrpersonen werden zu 70 Prozent vom Kanton bezahlt. Der Rest wird anhand von Schülerzahlen und Anzahl Vollzeitstellen an die Gemeinden verteilt. Die 334 Franken pro Person sind ein Durchschnittswert. Die Kosten in diesem Verteiler verändern sich kaum.

Ergänzungsleistungen: 213 Franken pro Person.

Die Gemeinden tragen gemeinsam 50 Prozent der Kosten für Ergänzungsleistungen. Seit 2010 ist der Betrag um rund 10 Franken pro Person gestiegen, bis 2020 rechnet der Kanton mit einem weiteren Plus von 50 Franken. Grund sei der demografische Wandel, aber auch, dass der Bund das Maximum der anrechenbaren Mietkosten erhöht.

Neue Aufgabenteilung: 186 Franken pro Person.

Diesen Verteiler gibt es erst seit 2012. Ziel ist, bei Aufgabenverschiebungen zwischen Gemeinden und Kanton die Kosten auszugleichen. Hier zahlen die Gemeinden also zum Beispiel auch für die Kesb.

Öffentlicher Verkehr: 117 Franken pro Person.

Bisher war dieser Verteiler mehr oder weniger stabil, nun wird er aber bis 2020 auf 154 Franken pro Person steigen. Dies ist nur ein theoretischer Wert, da die Kosten nicht nur nach Anzahl Einwohner verteilt werden. Grund für den Anstieg ist die Fabi-Abstimmung, die das Volk 2014 angenommen hat. Der Kanton muss in den Bahninfrastrukturfonds einzahlen. Allerdings: Die ÖV-Kosten hätten noch mehr steigen können. Dann nämlich, wenn das Tram Region Bern nicht am Volk gescheitert wäre.

Familienzulagen für Nichterwerbstätige: 3 Franken pro Person.

Bei diesem Verteiler müssen die Gemeinden keine hohen Kosten befürchten.

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