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«Sie vertrauen auch Technikern, wenn Sie fliegen»

Der AKW-Direktor Hans Rudolf Lutz (86) war der erste Leiter des AKW-Mühleberg. Es nun abzustellen, hält er für einen Fehler. Auch wenn er damit gerade etwas alt aussieht, verteidigt er vehement die Atomkraft.

Hinter Hans Rudolf Lutz’ Haus im solothurnischen Lostorf erkennt man den Kühlturm des AKW Gösgen. Vor 50 Jahren war Lutz der erste Leiter des AKW Mühleberg.

Hinter Hans Rudolf Lutz’ Haus im solothurnischen Lostorf erkennt man den Kühlturm des AKW Gösgen. Vor 50 Jahren war Lutz der erste Leiter des AKW Mühleberg.

(Bild: Beat Mathys)

Herr Lutz, das Atomkraftwerk Mühleberg, dessen erster Betriebsleiter Sie vor fast 50 Jahren waren, wird Ende Jahr abgestellt. Was löst das bei Ihnen für Emotionen aus?
Hans Rudolf Lutz: Jedenfalls nicht eitel Freude. Ich weiss, dass das Energieunternehmen BKW das Kernkraftwerk aus ökonomischen Gründen abstellt, wegen dem tiefen Strompreis. Ich weiss aber auch, dass es in den USA vergleichbare Anlagen gibt, deren Betriebsdauer von den Aufsichtsbehörden auf 60 Jahre verlängert worden ist. Das Werk in Mühleberg steht im 47. Betriebsjahr. In den USA könnte es also noch 13 Jahre lang Strom produzieren. Deshalb finde ich es grundsätzlich falsch, es abzustellen.

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