Heime und Spitex bleiben auf Materialkosten sitzen

Seit Januar übernehmen die Krankenkassen keine Kosten mehr für Wundheilmaterial in Heimen und bei der Spitex. Insbesondere für freischaffende Pflegefachleute wie Esther Gerber ist das existenzbedrohend.

Esther Gerber legt Alfred Badertscher einen neuen Verband an. Auf den Materialkosten bleibt sie sitzen.

Esther Gerber legt Alfred Badertscher einen neuen Verband an. Auf den Materialkosten bleibt sie sitzen.

(Bild: Christian Pfander)

Marius Aschwanden

Nein, entzündet sei die Wunde nicht gewesen. «Der Zeh ist verfault», sagt Alfred Badertscher. Er sitzt bei Esther Gerber auf einem Praxisstuhl mit dick ein­gebundenem grossem Zeh. Behutsam schneidet die selbstständige Pflegefachfrau den Verband auf, reinigt das noch immer einen Zentimeter grosse Loch sorgfältig mit Skalpell, Tupfer und Gaze. «Das sieht sehr gut aus», sagt sie zufrieden.

Berner Zeitung

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