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Richtplan: Fokus bleibt auf Zentren gerichtet

Der Richtplan 2030 muss nicht ein gleichmässiges Bevölkerungswachstum in allen Kantonsteilen vorsehen. Das hat der bernische Grosse Rat am Mittwoch bekräftigt.

Der Simmentaler SVP-Grossrat Thomas Knutti findet, mit dem Richtplan werde eine wirtschaftliche Entwicklung abseits der Zentren verhindert.
Der Simmentaler SVP-Grossrat Thomas Knutti findet, mit dem Richtplan werde eine wirtschaftliche Entwicklung abseits der Zentren verhindert.
Andreas Blatter

Der bernische Grosse Rat stellte sich am Mittwoch hinter ein Hauptziel des kantonalen Richtplans, wonach die Entwicklung in zentrale Lagen gelenkt werden soll. Der Richtplan 2030 muss somit nicht ein gleichmässiges Bevölkerungswachstum in allen Kantonsteilen vorsehen. Das störte den Simmentaler Grossrat Thomas Knutti (SVP/Weissenburg).

Den Städten und Agglomerationen werde ein Wachstum von bis zu 12 Prozent zugestanden, während sich Land- und Berggemeinden mit 1 bis 4 Prozent begnügen müssten. Damit werde eine wirtschaftliche Entwicklung abseits der Zentren verhindert.

Knutti wolle eine «Raumplanung nach dem Giesskannenprinzip», kritisierte etwa Luc Mentha (SP/Liebefeld). Das widerspreche den Vorgaben des Bundes, der die Zersiedelung stoppen wolle.

Vom Bund zurückgepfiffen

Der Rat lehnte das Postulat mit 77 zu 59 Stimmen ab. Der Richtplan wird zurzeit überarbeitet, nachdem er in der Mitwirkung auf gemischtes Echo stiess und zudem vom Bund im Rahmen der Vorprüfung zurückgewiesen wurde.

SDA/mib

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