Richtig und mutig entschieden

Andrea Sommer, Leiterin Ressort Kanton, zur Spitalstandortinitiative.

Die Spitalstandortinitiative ohne Gegenvorschlag an die Urne zu bringen, ist mutig und richtig. Zwar ist die Befürchtung, dass sich Stimmbürger vor allem in Randregionen von Emotionen leiten lassen und die Initiative annehmen, nicht von der Hand zu weisen. Doch einem untauglichen Volksbegehren aus lauter Angst eine untaugliche Variante gegenüberzustellen, ist keine gute Idee.

Richtig ist der Entscheid auch deshalb, weil alle Gegenvorschläge Mehrkosten im mindestens zweistelligen Millionen­bereich generiert hätten. Zwar wären die Folgekosten weniger hoch, als dies bei Annahme der Initiative der Fall sein dürfte.

Finanzpolitisch wären die Gegenvorschläge für einen Kanton wie Bern dennoch fatal gewesen. Denn obwohl ihm aktuell eine finanzielle Verschnaufpause vergönnt ist, ist die Zukunft nicht rosig. Auch hätten die Gegenvorschläge wie die Initiative einen Rückschritt in der Berner Spitalpolitik bedeutet.

Bleibt zu hoffen, dass die Regierung diese Botschaft im Abstimmungskampf an die Frau und den Mann bringen kann. Denn Hand aufs Herz: Auch wenn die eine oder andere Klinik oder Geburtenabteilung geschlossen wird, das Niveau der medizinischen Versorgung ist im Kanton Bern noch immer hoch.

Berner Zeitung

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