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Regula Rytz will in den Ständerat

Nun ist klar, wer für die Grünen Kanton Bern für den Ständerat kandidiert: Es ist wie erwartet Regula Rytz.

Die Berner SVP schickt ihren Präsidenten Werner Salzmann ins Rennen um den bürgerlichen Ständeratssitz.
Die Berner SVP schickt ihren Präsidenten Werner Salzmann ins Rennen um den bürgerlichen Ständeratssitz.
Anthony Anex/Keystone
Die BDP des Kantons Bern will mit Regierungsrätin Beatrice Simon zu den Ständeratswahlen im Herbst antreten. (11.01.2019)
Die BDP des Kantons Bern will mit Regierungsrätin Beatrice Simon zu den Ständeratswahlen im Herbst antreten. (11.01.2019)
Raphael Moser
Der amtierende BDP-Ständerat Werner Luginbühl hat sich entschieden, nicht mehr anzutreten.
Der amtierende BDP-Ständerat Werner Luginbühl hat sich entschieden, nicht mehr anzutreten.
Keystone
Regula Rytz (Grüne) steigt für die Grünen Kanton Bern ins Rennen um einen Ständeratssitz.
Regula Rytz (Grüne) steigt für die Grünen Kanton Bern ins Rennen um einen Ständeratssitz.
Franziska Rothenbühler
Rytz' Parteikollege Bernhard Pulver verzichtet auf eine Kandidatur.
Rytz' Parteikollege Bernhard Pulver verzichtet auf eine Kandidatur.
Beat Mathys
Will weitermachen als Ständerat: Hans Stöckli (SP).
Will weitermachen als Ständerat: Hans Stöckli (SP).
Keystone
Tritt an gegen die Männer: Kathrin Bertschy (Grünliberale).
Tritt an gegen die Männer: Kathrin Bertschy (Grünliberale).
Keystone
Auch Christa Markwalder (FDP) und...
Auch Christa Markwalder (FDP) und...
Keystone
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Wie erwartet werden die Grünen des Kantons Bern mit Nationalrätin Regula Rytz zu den Ständeratswahlen vom kommenden Jahr antreten. Alt Regierungsrat Bernhard Pulver, der sich ebenfalls für eine Kandidatur interessierte, verzichtet.

Pulver sagte am Mittwoch an einer gemeinsamen Medienkonferenz mit Rytz in Bern, Ständerat zu sein wäre für ihn eine verlockende Vorstellung. Im Februar übernehme er aber das Verwaltungsratspräsidium der Berner Insel-Spitalgruppe, des grössten Arbeitgebers im Kanton Bern mit gut 10'000 Angestellten.

Diese neue Aufgabe und ein Wahlkampf respektive ein Ständeratsmandat vertrügen sich schlecht. Zudem habe er gelesen, dass im kommenden Herbst schweizweit nur eine amtierende Ständerätin zu den Wahlen antrete. Im Interesse der Geschlechtergleichstellung sei es deshalb besser, wenn Rytz antrete. Gleichstellung sei ihm immer ein wichtiges Anliegen gewesen.

Rytz muss von ihrer Partei noch offiziell nominiert werden. Dies geschieht Mitte Januar. Die 56-jährige Präsidentin der Grünen Schweiz ist seit Ende 2011 Nationalrätin.

Ausgangslage klärt sich weiter

Mit der Bekanntgabe von Rytz' Kandidatur klärt sich die Ausgangslage für die Ständeratswahlen vom Herbst 2019 im Kanton Bern weiter. Für die SP steht der amtierenden Ständerat Hans Stöckli bereit, für die FDP Nationalrätin Christa Markwalder. Für die GLP stellt sich Nationalrätin Kathrin Bertschy zur Verfügung und für die EVP Nationalrätin Marianne Streiff.

Bekannt ist, dass für die SVP jemand antritt, doch noch ist offen, wer das sein wird. Wie Geschäftsführerin Aliki Panayides bekanntgab, entscheidet die Partei an einer Delegiertenversammlung am 14. Januar. Am gleichen Tag trifft sich der Parteivorstand. Es gebe intern Szenarien, die aber noch nicht bekanntgegeben würden.

Der amtierende Berner Ständerat Werner Luginbühl (BDP) gibt demnächst bekannt, ob er wieder antritt.

SP und Grüne gemeinsam im Wahlkampf

Die Grünen und die SP werden im Ständeratswahlkampf gemeinsam auftreten, wie Rytz am Mittwoch sagte. Es wird allgemein angenommen, dass es zu einem zweiten Wahlgang kommen wird. Bei diesem zweiten Wahlgang tritt laut den Berner Grünen Rytz oder Stöckli an – je nachdem, wer in der ersten Runde mehr Stimmen gemacht hat.

Grünen-Co-Präsident Jan Remund sagte, die entsprechende Vereinbarung mit der SP sei noch nicht unterschrieben, doch gehe er davon aus, dass diese Regelung auch bei den kommenden Wahlen gelte.

Rytz sagte, als Ständerätin würde sie die zentrale Rolle der Hauptstadtregion in der Eidgenossenschaft betonen und den Berner Pioniergeist fördern. Sie sprach von den Wahlen 2019 auch von einer «Klimawahl» und von einer «Schicksalswahl für die Umwelt».

Pulver sagte, sein Verzicht zugunsten von Rytz bedeute keine definitive Abkehr von der Politik. Ob er je wieder politische Arbeit im engeren Sinn leisten werde, wisse er aber noch nicht.

Klar sei, dass bei einem Doppelmandat Ständerat-Verwaltungsratspräsidium Insel wieder ein Arbeitspensum von weit über 100 Prozent resultiert hätte – und das wolle er nicht mehr. (sda)

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