Regula Rytz in den Startlöchern

Einiges deutet darauf hin, dass die Grünen mit Regula Rytz in die Ständerats­wahlen steigen – und dass Parteikollege Bernhard Pulver ihr den Vortritt lässt.

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Philippe Müller

Sie haben gleich zwei heisse Eisen im Feuer: Mit Nationalrätin und Grüne-Schweiz-Präsidentin Regula Rytz sowie mit Alt-Regierungsrat Bernhard Pulver verfügen die Grünen Kanton Bern derzeit über reichlich Spitzenpersonal, das nächstes Jahr für eine Ständeratskandidatur infrage kommt.

Am Mittwoch wollen die beiden an einer Medienkonferenz nach monatelanger Bedenkzeit bekannt geben, ob sie antreten oder nicht. Obwohl sowohl Rytz als auch Pulver bei der Veranstaltung Rede und Antwort stehen werden, ist eine Doppelkandidatur praktisch ausgeschlossen. Bei der Majorzwahl nähmen sie sich nur unnötig gegenseitig Stimmen weg.

Deshalb ist zu erwarten, dass am Mittwoch wie bei der vergleichbaren Medienkonferenz im August 2017 vor den Berner Regierungsratswahlen einer der beiden Kandidaten den Verzicht bekannt geben wird. Damals war es Rytz, die verzichtete, und Christine Häsler, die ihre Ambitionen auf einen Sitz in der Exekutive anmeldete. Heute ist Häsler Regierungsrätin.

Nun könnte Rytz diejenige sein, die ihre Kandidatur offiziell macht. Zum einen hat sie kürzlich öffentlich gesagt, dass sie bei Bedarf zur Verfügung stehen würde. Zum anderen ist schwer vorstellbar, dass die Linke mit einem reinen Männerticket in die Ständeratswahlen steigt. In der SP steht mit dem Bisherigen Hans Stöckli der Kandidat ja bereits fest.

Nicht wieder 60 Stunden

Bernhard Pulver seinerseits sagte kürzlich im Interview mit dieser Zeitung, dass er künftig eher nicht wieder 60 Stunden pro Woche arbeiten möchte. Genau darauf würde es jedoch hinauslaufen, wenn er in den Ständerat gewählt würde. Denn Anfang Februar wird er bekanntlich das Verwaltungsratspräsidium der Insel-Gruppe übernehmen.

In seinem ersten Jahr in der herausfordernden Spitallandschaft hätte er zudem kaum Zeit für einen seriösen Wahlkampf. Aus diesem Grund würde ein Verzicht Pulvers gar nicht überraschen.

Berner Zeitung

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