Regula Rytz ist Panaschierkönigin

Regula Rytz (Grüne) hat bei den Nationalratswahlen am meisten Stimmen über die Parteigrenzen hinweg geholt. An zweiter Stelle kommt Matthias Aebischer (SP).

Regula Rytz sammelte 46'619 listenfremde Stimmen.

Regula Rytz sammelte 46'619 listenfremde Stimmen.

(Bild: Keystone Anthony Anex)

Bei den Nationalratswahlen vom 20. Oktober hat Regula Rytz (Grüne) mit 46'619 am meisten Panaschierstimmen aller Kandidierenden erhalten. Auf Platz zwei folgt SP-Nationalrat Matthias Aebischer mit 44'069, wie die am Donnerstag vom Kanton publizierte Panaschierstatistik zeigt. Hinter Aebischer folgt auf Rang drei Christa Markwalder (FDP) mit 36'746 Stimmen.

Unter die ersten zehn schafften es auch die beiden Grünliberalen Jürg Grossen und Kathrin Bertschy. Beatrice Simon (BDP) folgt auf Rang elf. Der erste SVP-Kandidat folgt mit Nationalrat Albert Rösti auf Rang 17. Zwei Plätze dahinter liegt SVP-Nationalrat Werner Salzmann. Die Statistik zeigt grundsätzlich, dass es für SVP-Politiker schwieriger ist, über ihre Parteigrenzen hinweg Stimmen zu holen.

Von Panaschierstimmen spricht man, wenn eine Kandidatin oder ein Kandidat auf einer Liste aufgeführt wurde, die nicht von seiner eigenen Partei stammt. Ob Politiker solchen Support erhalten haben, könnte auch für den zweiten Wahlgang für den Ständerat am 17. November von Interesse sein.

Rytz erhielt wenig überraschend am meisten parteifremde Unterstützung von der SP. Auf deren Listen wurde sie über 16'000-mal panaschiert. Von der GLP kamen 6100, von der BDP 3400 und von der FDP 1800 Stimmen. Weitere 12'000-mal wurde sie auf nicht vorge­druckten Wahllisten aufgeführt.

Markwalder hingegen wurde am meisten auf den Listen der BDP panaschiert, rund 7200-mal. 6000 Stimmen bekam sie zudem von der SVP, 4700 von der GLP, 4000 von der SP, 2300 von den Grünen und 9100 von leeren Wahllisten. SVP-Kandidat Werner Salzmann wurde 3100-mal auf den BDP-Listen aufgeführt, 2200-mal auf jenen der FDP und 5000-mal auf einer nicht vor­gedruckten.

Ständerat Hans Stöckli trat nicht für den Nationalrat an. Er gilt aber als gemässigter Linker, der auch über die Parteigrenzen hinaus Stimmen zu generieren vermag.

mab/sda

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