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Regierungsrat will künftig kein AKW-Risiko mehr

Die bernische Regierung hat am Dienstag ihre ablehnende Haltung zum Ersatz des Kernkraftwerks Mühleberg bekräftigt.

Ein nicht ungefährlicher Einsatz: Ein Mühleberg-Mitarbeiter wird für Revisionsarbeiten vorbereitet.
Ein nicht ungefährlicher Einsatz: Ein Mühleberg-Mitarbeiter wird für Revisionsarbeiten vorbereitet.
Andreas Blatter

Aus Sicht der Kantonsregierung ist die Atomkraft veraltet, gefährlich, teuer und unnötig, wie es in einer Mitteilung heisst. Anders als das Kantonsparlament lehne die Regierung ein neues Atomkraftwerk im Kanton Bern ab, weil die Atomkraft keine Zukunft habe. «Der Regierungsrat ist nicht bereit die Stadt und Region Bern länger als unbedingt nötig diesem Risiko auszusetzen», stellte Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer klar. Das Risiko eines Störfalls sei zwar gering, sagte sie . Völlig auszuschliessen sei ein solcher aber nicht.

Die bevorstehende Abstimmung zu «Mühleberg» sei zwar nur konsultativ, aber dennoch von grosser Bedeutung, sagte Egger-Jenzer. Dem Regierungsrat sei es vor der Abstimmung ein Anliegen, seine Ansicht dem Volk nochmals kundzutun.

Zwischenlager nie verschwiegen

Die Regierungsrätin äusserte sich auch zum Zwischenlager, das dieser Tage zu reden gegeben hatte. Grundsätzlich sei für die Abstimmungsbotschaft der Grosse Rat beziehungsweise sein Büro zuständig, hielt sie fest.

Jedes Atomkraftwerk habe am Standort immer auch ein Lager für radioaktive Abfälle. Ein Zwischenlager am Standort sei also immer Bestandteil eines Atomkraftwerkes beziehungsweise eines Projektes für ein AKW. Dieser Sachverhalt sei nie verschwiegen worden und im Rahmenbewilligungsgesuch enthalten, sagte Egger-Jenzer.

Atomkraftwerke seien eben gefährlich, und das nicht zuletzt wegen der Radioaktivität und deren Abfälle. Dieser Sachverhalt sei in der Abstimmungsbotschaft aus ihrer Sicht genügend gut dargestellt, sagte Egger-Jenzer.

SDA/tan

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