Regierungsrat: SVP nominiert Guggisberg und Schnegg

Jetzt ist es definitiv: Die SVP des Kantons Bern schickt die beiden Grossräte Pierre Alain Schnegg und Lars Guggisberg in das Rennen um die beiden frei werdenden Regierungsratssitze.

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Die Delegierten der SVP Kanton Bern waren am Dienstagabend in Feierlaune. Mit neun Nationalratssitzen und einem Wähleranteil von 33 Prozent haben sie nach den eidgenössischen Wahlen vom 18. Oktober auch Grund dazu. Neben all dem Lob, das die 374 Anwesenden an der Delegiertenversammlung in Belp über sich ergehen lassen durften, mussten sie dann aber doch noch einen Beschluss fassen: Die Nomination für die Regierungsratsersatzwahl vom 28. Februar stand auf dem Programm.

Überraschungen gab es dabei keine: Weder die Strategie des Vorstandes, gleich beide frei werdenden Sitze anzugreifen, noch die vorgeschlagenen Kandidaten waren umstritten. Einstimmig schickten die Delegierten die Grossräte Pierre Alain Schnegg (Champoz)?und Lars Guggisberg (Kirchlindach) für die SVP ins Rennen um die Regierungssitze. Diese werden frei, weil Philippe Perrenoud und Andreas Rickenbacher (beide SP) zurücktreten.

Da die anderen bürgerlichen Parteien keine Kandidaten stellen würden, müsse die SVP zwei Personen nominieren, sagte Parteipräsident Werner Salzmann. Die Doppelkandidatur sei zudem die logische Konsequenz auf die Ankündigung der SP, beide Sitze verteidigen zu wollen.

«Ich bin mir der Verantwortung bewusst und stürze mich gerne in den nächsten Wahlkampf», sagte Guggisberg. Der Grosse Rat und die Exekutive müssten nicht nur am gleichen Strick sondern auch in die gleiche Richtung ziehen. Dafür werde er sich einsetzen. Und Schnegg meinte: «Ich bin ein Unternehmer und glaube, dass eine solche Einstellung sehr gut in die Berner Regierung passen würde.»

Trotz aller Euphorie wurde auch vor Überheblichkeit gewarnt: «Das Rennen ist noch lange nicht gewonnen. Wir müssen mit grösstem Respekt in die Wahlen gehen», sagte Yves Bichsel, Präsident Wahlkreis Thun. Dies sollte aber das einzige kritische Votum des Abends bleiben.

Berner Zeitung

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