Regierungsrat für zurückhaltenden Umgang mit Ritalin

Im Kanton Bern deutet nichts darauf hin, dass die Zahl der Ritalin-Therapien in den letzten Jahren angestiegen ist. Das geht nach Angaben des Regierungsrats aus einem Bericht hervor, der auf Geheiss des Parlaments erstellt wurde.

Der Grosse Rat hatte den Regierungsrat Anfang 2016 auf dem Vorstossweg aufgefordert, alles Nötige zur drastischen Reduktion von Psychopharmaka-Behandlungen bei Kindern und Jugendlichen zu unternehmen. Medikamente wie Ritalin und Concerta werden vor allem bei Kindern mit der Diagnose ADHS angewendet.

Laut Bericht stieg die Zunahme solcher Therapien bis 2011 an, weil sie immer bekannter wurden und die Behandlungen auf gute Akzeptanz stiessen. Seither gebe es keine Anzeichen für einen weiteren Anstieg.

Um die Anzahl medikamentöser Behandlungen stabil zu halten oder zu reduzieren, müssten sorgfältige Diagnosen gestellt und alle möglichen Behandlungsformen evaluiert werden. Wichtig sei auch die Rolle der Schulen. Diese könnten ihren Beitrag leisten, indem sie spezifisch geschulte Lehrkräfte und Heilpädagogen beschäftigten.

Die Regierung hat den Bericht nun zuhanden des Grossen Rates verabschiedet. Das geht aus einem Communiqué vom Mittwoch hervor.

flo/sda

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