Regierungsrat: Berner EVP nominiert Hans Kipfer

Die Delegierten der EVP des Kantons Bern haben Hans Kipfer einstimmig als Regierungskandidat nominiert. Kipfer wird bei den Wahlen vom 25. März 2018 zusammen mit Michael Köpfli von den Grünliberalen auf einer Mitte-Liste antreten.

Will in den Berner Regierungsrat: EVP-Grossrat Hans Kipfer.

Will in den Berner Regierungsrat: EVP-Grossrat Hans Kipfer. Bild: Beat Mathys

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Die Beteiligung der politischen Mitte in der Berner Regierung sei überfällig, teilte die kantonale EVP am Donnerstagabend mit und gaben die Nominierung des 51-jährigen Grossrats Hans Kipfer als Regierungskandidat bekannt. Angesichts der Tatsache, dass sich gleich drei bisherige Regierungsmitglieder nicht zur Wiederwahl stellten, scheine der Zeitpunkt für einen Mittesitz «günstig».

Die Nomination Kipfers sei ein klares Zeichen dafür, dass sich die EVP in schwierigen finanzpolitischen Zeiten nicht scheue, Verantwortung zu übernehmen «und sich für gezielte Sparmassnahmen und Effizienzsteigerungen in der Verwaltung einzusetzen». Als Grossrat hat Kipfer einen entsprechenden Vorstoss eingereicht. Trotzdem steht der Finanzpolitiker dem neuen Sparpaket «sehr kritisch» gegenüber, wie Kipfer letzte Woche in einem Interview mit dem «Bund» sagte. «Ich bin nicht nur ein Sparapostel.» Es dürfe nicht sein, dass bei den Schwächsten gespart werde, um die gewinnstärksten Unternehmen steuerlich zu entlasten.

Der in Münsingen wohnhafte Vater von vier Kindern gehört seit 2008 dem bernischen Kantonsparlament an, seit 2012 ist er Mitglied in der einflussreichen Finanzkommission. Beruflich führt der diplomierte Hotelier-Restaurateur das Restaurant und den Gemeindesaal im Schlossgut Münsingen als Pächter.

Die Grünliberalen haben Kipfers Listenpartner Michael Köpfli bereits im Juni nominiert. Der 34-jährige Grossrat und Generalsekretär der Grünliberalen Schweiz gehört dem Kantonsparlament seit 2014 an. Zuvor politisierte er während sechs Jahren im Berner Stadtparlament. EVP und GLP waren bereits 2014 gemeinsam angetreten, damals mit Marc Jost und Barbara Mühlheim.

Ja-Parolen für 24. September

Die EVP-Delegierten beschlossen zudem die Parolen für den eidgenössischen Urnengang vom 24. September. Wie die nationale Mutterpartei sagt die Berner Kantonalpartei Ja zur Reform der Altersvorsorge 2020. Ein Ja empfiehlt die Berner EVP auch zum Bundesbeschluss über die Ernährungssicherheit. (sih/sda)

Erstellt: 17.08.2017, 21:58 Uhr

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