Evi Allemann gibt gute Noten für Brügg

Die neue SP-Regierungsrätin Evi Allemann ist zufrieden mit dem provisorischen Transitplatz in Brügg. Seitenwegen habe sich die Situation mit ausländischen Fahrenden entspannt.

Evi Allemann steht sei Anfang Juni der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK) vor. (Archivbild)

(Bild: Beat Mathys)

Im Gegensatz zum letzten Jahr verläuft die aktuelle Fahrendensaison auffallend ruhig. Landbesetzungen wie im Sommer 2017 in Wileroltigen blieben bisher aus. Für das Dossier zuständig ist seit Anfang Juni SP-Regierungsrätin Evi Allemann.

Anlässlich eines Medientermins zu ihren ersten hundert Tagen im Amt äusserte sie sich erstmals öffentlich zum heiklen Thema. Für sie spielt der neu eröffnete provisorische Transitplatz an der Autobahn in Brügg eine Hauptrolle. «Er ist ein zentraler Grund dafür, dass es dieses Jahr so ruhig ist.

Der Platz hat die Situation extrem entschärft.» Auch wenn das Provisorium nur Platz für rund 20 Wohnwagen bietet, glaubt Allemann an eine Signalwirkung. «Die Fahrenden und die Anwohner wissen: hier gelten Regeln, das ist ein gesicherter Platz.»

Das positive Beispiel des Provisoriums in Brügg wird jedoch nicht zu einer anderen Strategie im Regierungsrat führen: Allemann machte deutlich, dass das Ziel weiterhin ein Definitivum sei. «Dieser Auftrag vom Grossen Rat besteht weiterhin.» Wileroltigen steht für einen definitiven Transitplatz für ausländische Fahrende weiterhin am höchsten im Kurs.

Vorantreiben will Allemann auch die geplanten neuen Plätze für Schweizer Fahrende in Erlach, Muri und Herzogenbuchsee. Auf einen konkreten Eröffnungstermin lässt sie sich allerdings nicht behaften.

Ämter sollen digitaler werden

Was Evi Allemann auch vorhat: Sie will ihre Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion bürgernaher und digitaler gestalten. Es gehört zu ihren Zielen, dass ihre Ämter künftig mehr Online-Dienstleistungen anbieten.

So sollen etwa Gesuche für Bau- oder Gastgewerbebewilligungen sowie Gesuche für Prämienverbilligungen online eingereicht werden können. Ein Anliegen ist es der SP-Frau auch, dass die Jugendpolitik, die heute auf verschiedene Direktionen verteilt ist, künftig aus einer Hand kommt.

phm

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