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Reformierte verteilen zum Start des Kirchen-Bingo 600'000 Rubbellose

Mit einem Rubbelspiel will die reformierte Kirche in den Kantonen Bern, Solothurn, Aargau und Zürich auf sich aufmerksam machen. 140 von rund 500 Kirchgemeinden beteiligen sich ab diesem Freitag am Bingo.

Die reformierte Kirche in den Kantonen Bern, Solothurn, Aargau und Zürich lanciert ein Glücksspiel.
Die reformierte Kirche in den Kantonen Bern, Solothurn, Aargau und Zürich lanciert ein Glücksspiel.
Urs Baumann

Das sei eine erfreulich hohe Zahl, sagten die Organisatoren am Donnerstag vor den Medien in Thun. Schliesslich sei die Teilnahme der einzelnen Kirchgemeinden freiwillig.

Rubbeln bis zum Bettag

Das Glücksspiel läuft während drei Wochen. Rund 600'000 Lose kommen über verschiedene Vertriebskanäle in den Umlauf. Wer einen Treffer freirubbelt, darf ein Projekt auswählen, das die Kirche unterstützen soll.

Mehr als 300 Angebote und Projekte stehen im Internet zur Auswahl; die Kirche will so auf ihr vielfältiges Wirken hinweisen. Die Gewinner können die Projekte mit insgesamt 30'000 Franken unterstützen.

Darüber hinaus planen viele Kirchgemeinden spezielle Veranstaltungen, die nach dem Wesen des Glücks fragen. Auch Gottesdienste sollen das Thema aufnehmen.

Nicht unumstritten

Die 200'000 Franken teure Öffentlichkeitskampagne stiess bereits im Vorfeld auf Kritik. Verschiedene Pfarrer und Kirchenfunktionäre erklärten, ihnen seien Glücksspiele suspekt – die Kirche sollte die Menschen besser direkt ansprechen und mit ihrer Botschaft überzeugen.

«Der Fisch muss den Wurm mögen – nicht der Fischer», entgegnete Thomas Gehrig von den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn an der Medienorientierung. Die Kampagne soll bislang passive Kirchenmitglieder für das Engagement der Kirche begeistern. Auch Nicht-Reformierte dürfen mitspielen.

SDA/met

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